Eröffnung des renaturierten Altarms
„Neue Vechte“ fließt jetzt auch offiziell

Metelen -

Das Wasser fließt hier schon seit einiger Zeit auf neuen Wegen. Am Freitag wurden die „Neue Vechte“ in Metelen und die Spazierwege auf dem Areal nun offiziell auch eröffnet. Dabei zeigte sich: Nicht jeder Wunsch wurde erfüllt – zum Glück.

Freitag, 18.08.2017, 20:16 Uhr aktualisiert: 18.08.2017, 20:18 Uhr
Der Weg zur „Neuen Vechte“ ist frei: Franz Niederau, Gregor Krabbe und Günter Heinrichsmeier (vorne v.l.) bei der Eröffnung des renaturierten Flusslaufs, in dem sich einige Nutznießer schon entenwohl fühlen.
Der Weg zur „Neuen Vechte“ ist frei: Franz Niederau, Gregor Krabbe und Günter Heinrichsmeier (vorne v.l.) bei der Eröffnung des renaturierten Flusslaufs, in dem sich einige Nutznießer schon entenwohl fühlen. Foto: Kristian van Bentem

Diese beiden Gestalten scheren sich offenbar einen feuchten Kehricht um den vorgesehenen Programmablauf. Noch bevor Bürgermeister Gregor Krabbe das rote Band zur offiziellen Eröffnung der „Neuen Vechte“ an der Mühle durchschneidet, schwimmt ein Paar durch eine der Schleifen des neuen Flusslaufs. Was sich unter Wasser tut, ist für die beiden ein gefundenes Fressen. Erst als Dutzende geladene Eröffnungsgäste auf den frisch angelegten Spazierwegen entlang des Areals und auf der neuen Brücke näher rücken, macht das Entenpaar lieber den Abflug.

Mit dem Abschluss der Baumaßnahme zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Gregor Krabbe

Eine halbe Stunde zuvor in der Mühle, an dem der im zurückliegenden Jahr aufwendig reaktivierte Altarm der Vechte liegt: „Mit dem Abschluss der Baumaßnahme zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagt Gregor Krabbe in seiner Begrüßung und verweist auf die ortsprägende Bedeutung des Flusses für die Gemeinde und ihre Menschen. „Die Geschichte der Vechte in Metelen wird nun um eine Facette reicher. Ja, das Rauschen des Wassers über das Wehr wird es nicht mehr geben. Stattdessen plätschert es nun stetig über die Fischaufstiegs­anlage“, so Krabbe.

Ort zur Entspannung

Das biete künftig nicht nur einen hochwertigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern in der Ortsmitte eine weitere Möglichkeit zur Entspannung. „Ab heute können nicht nur die Fische, sondern auch die Menschen das Areal nutzen“, freut sich der Bürgermeister.

Neue Vechte offiziell eröffnet

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Dass sie das tun werden, daran hat Günter Heinrichsmeier keinerlei Zweifel. „Ich bin sicher, dass die Neue Vechte mit ihrer Strahlkraft die Menschen erreicht, da sie das Gewässer dank der angelegten Wege ganz nah erleben können“, sagt der Hauptdezernent für Wasserwirtschaft bei der Bezirksregierung in seinem Grußwort. Die Natur werde die Anlage nun weiterentwickeln. „In ein paar Jahren wird man kaum noch sehen, dass das hier einst von Hand geschaffen wurde.“

Städteplanerisch ist das toll geworden.

Franz Niederau

Dafür ist das Projekt angelegt, zu dem Franz Niederau als Vertreter des Kreises Steinfurt und der Naturschutzstiftung die Gemeinde beglückwünscht. „Städteplanerisch ist das toll geworden, weil es nicht – wie sonst oft – weitab des Ortes realisiert wurde. Die Menschen spüren es und haben direkt etwas davon, weil es in den Ort integriert ist“, betont er. „Das ist ein großer Gewinn.“

Doch nicht alles ist gelungen – zum Glück! Bei einem Malwettbewerb vor zwei Jahren dazu, wie Kinder sich Metelen in Zukunft vorstellen, hat die damals fünfjährige Mara einen Strand und Palmen an der Vechte gezeichnet. „Hoffen wird, dass der Klimawandel nicht so weit geht“, sagt Krabbe mit einem Schmunzeln. Es wäre wirklich schade, um dieses neue Schmuckstück westfälischer Natur.

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