Kindergarten
Kita-Start ganz ohne Spielsachen

Metelen -

Am Freitag wird sie ein Vierteljahrhundert alt, die Zwergenburg. Die DRK-

Donnerstag, 31.08.2017, 06:00 Uhr
Erinnerungen: Sie blickten auf ein Vierteljahrhundert Zwergenburg zurück (v.l.): Elke Nobel, Monika Jurga-Looks, Einrichtungsleiterin Silke Groß und Ingrid Woltering.
Erinnerungen: Sie blickten auf ein Vierteljahrhundert Zwergenburg zurück (v.l.): Elke Nobel, Monika Jurga-Looks, Einrichtungsleiterin Silke Groß und Ingrid Woltering. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Eigentlich ist es kaum zu glauben: Ein Kindergarten öffnet und es gibt kein Spielzeug! So geschehen vor 25 Jahren im DRK-Kindergarten Metelen. Das Gebäude war nagelneu, die Mädchen und Jungen voller Erwartung und die frisch gebackenen Erzieherinnen an ihrem ersten Tag in der Einrichtung mit der wohl wichtigsten Gabe in ihrem Beruf versehen: Einfühlungsvermögen und Improvisationsgeschick.

„Das haben wir mit viel Papier, Kugelschreibern und Buntstiften überbrückt“, erinnern sich schmunzelnd Monika Jurga-Looks, Elke Nobel und Ingrid Woltering an ihren ersten Tag in der Kita, der zugleich die Premiere der neuen Einrichtung war. Am morgigen Freitag jährt sich die Eröffnung zum 25. Mal – Anlass für die drei „Urgesteine“ der Zwergenburg, ein Vierteljahrhundert zurückzublicken.

Dass die Kita seinerzeit ohne Spielzeug startete, war einem Lieferengpass geschuldet: Ein paar Tage später waren die heiß ersehnten Spielsachen natürlich da. Drei Gruppen hatte die Kita seinerzeit – und eine von ihnen bestand fast gänzlich aus Mädchen und Jungen, die zuvor den St.-Marien-Kindergarten besucht hatten. Dieser verkleinerte sich parallel zur Eröffnung der Zwergenburg auf drei Gruppen – und so kamen die „Schulkinder“ rüber in die neue DRK-Einrichtung.

„Zwergenburg“ hieß die DRK-Kita damals noch nicht. Der Name wurde im Laufe des ersten Jahres von den Mitarbeiterinnen gemeinsam entwickelt. Ein halbes Dutzend Erzieherinnen kümmerte sich um die Mädchen und Jungen – in einer anderen Kindergarten-Ära. „Dokumentationspflichten, wie wir sie heute kennen, gab es damals noch nicht“, berichtet Monika Jurga-Looks. „Und auch keine Sprachförderung“, ergänzt Elke Nobel. Allerdings wurde auch damals schon auf Kinder mit Förderbedarf eingegangen. „Eine Kollegin war hier speziell ausgebildet“, erinnert sich Ingrid Woltering.

Das Erzieherinnen-Trio hat auch sämtliche Veränderungen in der Zwergenburg miterlebt. Der stärkste Umbruch kam sicherlich in den Jahren 2009/10. Nicht nur, dass die Kita das Zertifikat Familienzentrum bekam, in einem Anbau wurde die U3-Gruppe eingerichtet, so dass der Kindergarten jetzt vierzügig war.

Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg. Aktuell arbeiten 14 Erzieherinnen und ein männlicher Kollege in der Kita, weiß Einrichtungsleiterin Silke Groß. 75 Kinder besuchen die Sterntaler-, Wolken- oder Schmetterlingsgruppe oder gehen, wenn sie noch ganz jung sind, in die „Krümelkiste“.

Auf eines sind die Erzieherinnen, die den Teamgeist im Kollegenkreis loben, besonders stolz: Noch nie gab es in der Kita einen so schlimmen Unfall, dass der Rettungswagen kommen musste.

Die Frage nach dem fehlenden Spielzeug der Anfangstage hat sich natürlich längst erledigt. Besonders angesagt bei den Steppkes ist allerdings eine kleine, gelbe Schaufel. „Wer die goldene Schippe hat, der ist an dem Tag der König des Kita-Spielplatzes“, grinst Monika Jurga-Looks wissend.

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