Schulanfänger
Freundlich sein zum Ernst des Lebens

Metelen -

Für 74 Mädchen und Jungen begann gestern die Schulzeit. Wegen des Wetters

Freitag, 01.09.2017, 06:00 Uhr
Die Erstklässler der St.-Vitus-Schule: Die Klasse 1a mit Klassenlehrerin Birgit Woer­mann und der Fachkraft für Sonderpädagogik, Veronika Nolte, die Klasse 1b mit den Klassenlehrerinnen Marina Schulze Everding und Anna Mehlich sowie die Klasse 1c (unser Foto) mit den beiden Klassenlehrerinnen Irene Schliemann-Timmerhues (l.) und Sandra Dinkhoff.
Die Erstklässler der St.-Vitus-Schule: Die Klasse 1a mit Klassenlehrerin Birgit Woer­mann und der Fachkraft für Sonderpädagogik, Veronika Nolte, die Klasse 1b mit den Klassenlehrerinnen Marina Schulze Everding und Anna Mehlich sowie die Klasse 1c (unser Foto) mit den beiden Klassenlehrerinnen Irene Schliemann-Timmerhues (l.) und Sandra Dinkhoff. Foto: Zimmer

Kleiner Dialog zwischen Thomas Wissing und Ruth Bentler am Donnerstagmorgen im Anschluss an den Einschulungsgottesdienst in der Pfarrkirche – es geht ums regnerische Wetter: „Die Sonne scheint ja wohl“, sagte der St.-Vitus-Schulleiter, „nur leider sieht man wegen der vielen Wolken nichts von ihr.“ Die Pastoralreferentin hatte für den Regen eine Erklärung, die auf die besondere Bedeutung dieses Tages abhebt: „Der Himmel weint Freudentränen, weil heute für die Kinder der erste Schultag ist.“ Da stimmte Wissing ihr unumwunden zu.

Das unbeständige Wetter hatte indes zur Folge, dass die offizielle Begrüßung der Erstklässler durch Grundschüler und Lehrer in der Kirche stattfinden musste. „Bei wem hat es denn heute Morgen ein bisschen im Bauch gekribbelt?“, fragte Wissing nicht nur die Kinder. Er richtet dieselbe Frage auch an die Mütter und Väter, von denen sich einige per Handzeichen zu diesem Gefühl bekennen.

Der Schulleiter sagt, ihm selber sei es so ergangen, und ein paar Kolleginnen hätten ihm Ähnliches berichtet: „Bei uns kommt das davon, weil wir uns auf euch freuen.“

In einer höchst humorvollen Geschichte erzählten einige Lehrerinnen vom „Ernst des Lebens“. Auch der kleinen Annette war er mehrfach angekündigt worden. Sie konnte sich aber so recht nichts darunter vorstellen. Als sie dann in die Schule kam, saß sie neben einem Jungen mit Namen Ernst. Sie fand ihn sympathisch, er lieh ihr Buntstifte, sie redeten miteinander und teilten ihre Süßigkeiten. Ein paar Tage später kündigte sie zu Hause an: „Heute Nachmittag kommt der Ernst des Lebens. Seid bitte freundlich zu ihm, denn er ist sehr nett.“

Unter der Leitung von Lehrerin Monique Spinn hießen ältere Mitschüler die Neuen mit verschiedenen Liedern willkommen. Einzeln hochgehaltene Buchstaben wurden mit einem flotten Rapp besungen, ein anderer Song handelte vom bunten Schulleben. Eingängig auch der Beitrag mit dem Refrain: „Hipp-hopp, Schule ist topp.“ Nach all diesen Appetithäppchen sagte Wissing: „Da gibt’s nur noch eins: Auf in die Schule!“

Insgesamt sind gestern 74 Mädchen und Jungen eingeschult worden. Sie verteilen sich auf die Klassen 1a mit 24 Schülern sowie 1b und 1c mit jeweils 25 Schülern. Unterrichtet werden sie von den Lehrerinnen Birgit Woermann, Marina Schulze Everding, Anna Mehlich, Sandra Dinkhoff, Irene Schliemann-Timmerhues und der Fachkraft für Sonderpädagogik, Veronika Nolte.

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