Projekt „Lebensort Glauben“
Kirche für Kinder erlebbar machen

Metelen -

Kirche für Kinder erlebbar machen, das hat die Kita St. Josef auf die Fahnen geschrieben. Am Sonntag startete das Projekt „Lebensort Glauben“.

Montag, 09.10.2017, 06:00 Uhr
„Lebensort Glauben“: Nora Göcke (hinten), Leiterin der Kita St. Josef, skizzierte vor den Kirchenbesuchern das Projekt, das am Sonntag im Rahmen der Kinderkirche startete.
„Lebensort Glauben“: Nora Göcke (hinten), Leiterin der Kita St. Josef, skizzierte vor den Kirchenbesuchern das Projekt, das am Sonntag im Rahmen der Kinderkirche startete. Foto: Dorothee Zimmer

Laura besucht die Kita St. Josef. Sie und weitere Kinder der Einrichtung tragen am Sonntag bei der Kinderkirche in der Oase ein kleines Schauspiel vor. Laura hält ein Körbchen Kartoffeln in der Hand, sie stellt sich vor eine Verkäuferin im Supermarkt und sagt: „Danke für die Kartoffeln.“ Die antwortet: „Danke nicht mir, ich hab sie nur ins Regal gestellt. Danke dem Lagerarbeiter und dem Bauern. Sie haben sie transportiert, gesät und geerntet.“ Also geht Laura zu diesen beiden und bedankt sich. Doch auch die wehren ab: Danke nicht uns, wir haben sie nur transportiert und geerntet. Danke Gott. Er hat Regen geschickt und Sonne und so dafür gesorgt, dass sie wachsen konnten.“ „Danke, Gott“, sagt Laura.

Pastoralreferentin Ruth Bentler knüpft unmittelbar daran an: „Ich glaube, wir vergessen ganz oft, uns zu bedanken, mir geht das auch manchmal so. Aber vielleicht können wir gleich, wenn wir gemeinsam in die Kirche gehen, Gott ganz leise einmal Dank sagen.“

Der im Zeichen des Erntedankes stehende Gottesdienst war für die Kita zugleich der Auftakt bei der Teilnahme am Bistumsprojekt „Lebensort Glauben“. Es ist auf ein Jahr angelegt und wird von einer Projektgruppe begleitet, in der Erzieherinnen, Eltern, Träger und Pastoralreferentin vertreten sind. „Es geht uns darum, Glauben und Kirche für Kinder erlebbar zu machen“, erklärte Einrichtungsleiterin Nora Göcke in der Oase und später in der Kirche. Denn die Kita sei in der Regel der erste Ort außerhalb der Familie, an dem Kinder religiöse Bildung erfahren würden. Die Projektgruppe entwickele unter anderem einen Leitfaden. Und: „Nach Ablauf des einen Jahres soll das Projekt so gefestigt sein, dass es gelebt wird.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5208906?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker