Landwirtschaft
Ortslandwirt: Sondierung vor der Tür

Metelen -

Die künftige Nachfolge für den erneut gewählten Ortslandwirt Heinrich Stauvermann zu regeln, war einer der Punkte, den der LOV während seiner Versammlung abhaken konnte. Daneben bestimmte ein breites Spektrum bäuerlicher Themenfelder das Treffen. 

Samstag, 25.11.2017, 06:00 Uhr aktualisiert: 26.11.2017, 11:51 Uhr
Zeit für Gespräche und Informationen zu aktuellen Themen nahm sich der LOV während seiner Versammlung. Die neue Kreislandwirtin Mareike Lölfer (M.) und die Kreisstellen-Geschäftsführerin der Kammer, Dorothee Gerleve-Oster stellten sich vor. Rechts im Bild: LOV-Vorsitzender Johannes Homann.
Zeit für Gespräche und Informationen zu aktuellen Themen nahm sich der LOV während seiner Versammlung. Die neue Kreislandwirtin Mareike Lölfer (M.) und die Kreisstellen-Geschäftsführerin der Kammer, Dorothee Gerleve-Oster stellten sich vor. Rechts im Bild: LOV-Vorsitzender Stefan Homann.

Manchmal ist ein klärendes Gespräch unter wenigen Augen bei Wahlen im Nachhinein hilfreich. Das zeigte sich bei der Winterversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes (LOV) am Donnerstagabend in der Gaststätte Elling. „Ihr habt mich seit 1993 mit schöner Regelmäßigkeit zum Ortslandwirt gewählt. Ich fände es gut, wenn ich in einer möglichen neuen Amtsperiode einen jüngeren Kollegen einarbeiten könnte, der in Zukunft diesen Job übernähme“, gab sich Heinrich Stauvermann bei dem Tagesordnungspunkt „Wahlen der Ortsstelle“ einladend.

Tatsächlich gab es mehrere Kandidaten, die aber nach dem Wahlgang, der Stauvermann im Amt bestätigte, doch zögerten, als potenzielle Nachfolger mit ins Boot zu steigen. Stauvermann winkte die Truppe vor die Tür und kam mit der guten Nachricht zurück, dass Stefan Wensing von den Hofeigentümern nun ein Ruderblatt in der Vorstandsarbeit in die Hand nehmen wird. Heinrich Ferst aus der Gruppe der Angestellten tut in der anstehenden Amtsperiode Gleiches.

Die Wahlen zum WLV-Vorstand, die Kreisvorsitzender Johann Prümers leitete, waren umfangreicher, bestätigten aber Johann Homann und Hubertus Gauxmann als Vorsitzenden und dessen Stellvertreter sowie Josef Weßling als Schriftführer und Kassierer in ihren Ämtern. Die drei waren vorher nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer, von der Versammlung für die vorangegangene Amtsperiode entlastet worden.

Kein Blatt vor den Mund nahm anschließend WLV-Kreisvorsitzender Johann Prümers. Er hoffte, dass mit Christina Schulze Föcking als einer ausgewiesenen Fachfrau an der Spitze des NRW-Landwirtschaftsministeriums die Sache der Landwirte „mehr Gehör“ fände und forderte Bürokratieabbau. Auch wenn sich die Diskussionen über Biodiversität im Kreis Steinfurt derzeit in einer schwierigen Phase steckten, riet er eindringlich, sich an diesem „Runden Tisch“ weiter zu beteiligen und nicht wie andere das Gespräch zu verlassen und als Bestandteil der so genannten WLV-Nachhaltigkeitsoffensive zu verstehen.

Beim Aufregerthema „Überackerung öffentlicher Flächen“ plädierte er für Augenmaß „Da sind viele falsche Daten im Umlauf. Ich rate, sich in strittigen Fällen mit den Kommunen ins Gespräch zu begeben, um vernünftige Wege zu beschreiten.“ Ähnlich sprach er die Themen Gülleverordnung, das Projekt Tierwohl und die Zukunft der Wasser- und Bodenverbände in landwirtschaftlicher Hand und Kontrolle an.

Die neue Kreislandwirtin Mareike Lölfer und die Kreisstellen-Geschäftsführerin der Kammer, Dorothee Gerleve-Oster, stellten das neue Vorstandteam auf Kreisebene vor. Zudem gab es Informationen über den Stand der Beantragung von EU-Mitteln und zum Thema Düngung und Gülle.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5309956?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker