Bürgerbus
Im Bürgerbus zum Ponyhof

Metelen -

Der 10000. Fahrgast des Metelener Bürgerbusses kam gleich im Sechserpack: Sechs Mädchen und Jungen fahren regelmäßig von der Kita zum Reiten auf dem Ponyhof Herdering. Am Donnerstag erwartete die Truppe eine süße Überraschung, die Kita eine Spende. 

Freitag, 08.12.2017, 06:00 Uhr
Gleich sechs kleine Fahrgäste und deren Betreuerinnen Ulla Kippelt (r.) und Mareen Heying begrüßten Gregor Hinkelammert (r.) und Karl Hasken vom Bürgerbusverein auf dem Reiterhof Herdering zur Jubiläumsfahrt.
Gleich sechs kleine Fahrgäste und deren Betreuerinnen Ulla Kippelt (r.) und Mareen Heying begrüßten Gregor Hinkelammert (r.) und Karl Hasken vom Bürgerbusverein auf dem Reiterhof Herdering zur Jubiläumsfahrt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Fatima, Joel, Hamza, Dean, Jane und Liab bilden ein Sextett, das sich stets gemeinsam auf den Weg zum Ferienhof Herdering macht, um dort auf Ponys zu reiten. Die sechs Mädchen und Jungen sind allerdings noch viel zu jung, um selber unterwegs zu sein zu der Reitanlage in die Bauerschaft Samberg – trotz des neuen Radwegs.

Dafür nutzen die Sechs ein Transportmittel, das sie nicht nur alle gemeinsam, sondern obendrein auch noch Mareen Heying und Ulla Kippelt donnerstags zur Reitstunde bringt. Die beiden Betreuerinnen aus der Kita St. Marien sind dabei, wenn die sechs Steppkes, ausgerüstet mit eigenen Sitzschalen, in den Bürgerbus klettern auf ihrer wöchentlichen Tour zu den heilpädagogischen Reitstunden.

Für Gregor Hinkelammert, seines Zeichens Vorsitzender des Metelener Bürgerbusvereins, und für Karl Hasken, den Geschäftsführer des Vereins, war sofort klar: da wird keiner herausgepickt aus der Truppe, die das Glück hatte, just an diesem Donnerstagmorgen unterwegs zu sein, als der Verein seinen 10 000. Fahrgast begrüßen wollte. Also gab es nicht nur Schoko-Nikoläuse für die sechs kleinen Fahrgäste, sondern obendrein auch noch 10 000 Cent für die Kita. 100 Euro sind das, und die gehen an den Kindergarten St. Marien, welchen die jungen Reiter besuchen.

Service auf Anruf hin – das ist das Konzept, mit dem der Bürgerbusverein nach dem Start des Projekts im Dezember 2014 punktet. Die festgelegten Linien aus der Anfangszeit wichen einem wesentlich flexibleren Service. Dieser bietet den Fahrgästen neben den Fix-Terminen zusätzlich auch noch ein Rufbus-Angebot. Das Experiment ist geglückt, schaut man auf die Zahlen, die Geschäftsführer Karl Hasken parat hat. Fast eine Verdoppelung der Bürgerbus-Nutzer registrierte er gegenüber dem ersten kompletten Service-Jahr 2015, in dem knapp über 2000 Metelener mit dem Bus fuhren. 2016 waren es bereits 2565 und aktuell – das Jahr ist ja noch nicht vorbei – liegt die Fahrgastzahl bei knapp 3800.

Auch Gregor Hinkelammert als Vorsitzender des Vereins, der den Bürgerbus ehrenamtlich betreibt, ist zufrieden mit der Resonanz und auch mit der Entscheidung, das Rufbus-System einzuführen. Er erkennt aber noch Optimierungspotenzial. Im Visier hat er vor allem Menschen aus dem Außenbereich: „Wir fahren auch in die Bauerschaften“, macht er auf dieses Angebot aufmerksam.

Weil der Bus bereits jetzt stark genutzt wird, dürften sich auch gerne noch weitere Fahrer melden. Immerhin hat der Verein in diesem Jahr drei neue Fahrer in seine Reihen aufgenommen.

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