Hegeringe Metelen und Ochtrup
Reh mit Birne und Preiselbeeren

Metelen/Ochtrup -

Gemeinsame Sache für die Bewohner des St.-Ida-Hauses in Metelen und des Carl-Sonnenschein-Hauses in Ochtrup machten jetzt Mitglieder der örtlichen Hegeringe. Sie spendeten Rehfleisch, das für ein Festmenü am Sonntag zubereitet worden ist. 

Samstag, 09.12.2017, 06:00 Uhr
Sonntag gibt es zum Mittagessen im St.-Ida-Haus Rehwild. Organisiert haben das: (v.l.) Jäger Peter Brüning, Küchenchef Andre Böwing, Bernd Schwartbeck (Hegeringleiter Ochtrup) Altenheim-Leiter Stephan Antfang und Marc Langhorst (Hegeringleiter Metelen)
Sonntag gibt es zum Mittagessen im St.-Ida-Haus Rehwild. Organisiert haben das: (v.l.) Jäger Peter Brüning, Küchenchef Andre Böwing, Bernd Schwartbeck (Hegeringleiter Ochtrup) Altenheim-Leiter Stephan Antfang und Marc Langhorst (Hegeringleiter Metelen) Foto: Erhard Kurlemann

„Die Idee, dem Altenheim zu Weihnachten etwas Gutes zu tun, ist beim Jubiläumsfest des Hegerings Metelen im Oktober entstanden“, erzählt Jäger Peter Brüning. „Die Hegeringsleiter Marc Langhorst aus Metelen und Bernd Schwartbeck aus Ochtrup haben sofort ihre Unterstützung zugesagt.“

Küchenleiter Andre Böwing und sein Team zeichnen für das Essen der Bewohner im St.-Ida-Haus in Metelen und im Carl-Sonnenschein-Haus in Ochtrup verantwortlich. „Als die Jäger ihre Idee vortrugen, haben sich die Mitglieder der Speiseplan-Konferenz gefreut wie Bolle“, schildert Böwing die Stimmung.

Kein Wunder: „Reh ist ein teures und hochwertiges Fleisch“, begründet Böwing, warum das nicht zum „normalen“ Angebot gehört. Gelegentlich gebe es aus der Kategorie Wild Hirschgulasch.

Die Aktion ist gelungen: Am Sonntag wird Stephan Antfang im Altenheim Carl-Sonnenschein in Ochtrup zu Mittag essen. Den Leiter und die Bewohner und auch die Bewohner im St.-Ida-Haus erwartet ein besonderer Leckerbissen: Es gibt Rehbraten mit Birne und Preiselbeeren. „Das ist eine Premiere“, freut sich Küchenchef Andre Böwing auf die besondere Herausforderung. Möglich ist das, weil die Hegeringe Metelen und Ochtrup das Fleisch gespendet haben.

Als der Termin zur Übergabe abgesprochen war, war auch klar, wann das Wildbret auf dem Speiseplan stehen würde. Rund 320 Portionen des besonderen Menüs werden in der Küche für den zweiten Advent vorbereitet. „Das Fleisch muss gewürdigt werden. Da kann man nicht einfach nur zu Gulasch verarbeiten.“ Rund 24 Kilo Reh sind notwendig.

Rehbraten passe auch zur Essensphilosophie. „Wir bieten den typischen Sonntagsbraten mit Fleisch und Beilagen aus der Region an – ein Essen, das viele automatisch an das klassische Sonntagsessen in der Familie von früher erinnert“, erläutert der Küchenleiter. Dafür, dass fast ausschließlich regionale Produkte in der Küche zum Einsatz kommen, sind Böwing und Team als regionale Pionierkantine vor wenigen Wochen durch Landesverbraucherministerin Christina Schulze Föcking besonders ausgezeichnet worden. Die jeweilige Zusammenstellung der Speisekarte werde mit einem Vorlauf von gut zwei Wochen bekannt gemacht. Saisonale Angebote seien wichtige Elemente, es gebe weitere Faktoren, die die Entscheidungen beeinflussten, natürlich auch das Budget.

„Wir freuen uns, dass wir als Jäger mit dieser Aktion viel Freude verbreiten können“, hebt Bernd Schwartbeck stellvertretend hervor. Er könne sich durchaus vorstellen, dass die Hegeringe dies wiederholen. „Die Spendenbereitschaft war groß.“

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