Sophienhaus Metelen
„Ihr seid tolle Menschen“

Metelen -

Im Sophienhaus in Metelen ist am Freitag gefeiert worden. Monika Schmelter ist jetzt Rentnerin. Da gab es zum Abschied lachende und weinende Augen – und viel Musik.

Samstag, 09.12.2017, 14:00 Uhr
Musikalisch wurde Monika Schmelter von den Bewohnern des Hauses verabschiedet. Der Chor sang für sie und auch Blockflöten erklangen zu ihren Ehren.
Musikalisch wurde Monika Schmelter von den Bewohnern des Hauses verabschiedet. Der Chor sang für sie und auch Blockflöten erklangen zu ihren Ehren. Foto: Dorothee Zimmer

Viele Redner haben sich hinter das Mikrofon im St. Sophienhaus gesellt. Jeder drückte auf seine Weise vor den rund 100 Gästen seine Wertschätzung für die scheidende Leiterin Monika Schmelter aus und würdigte ihren persönlichen Einsatz, den sie als dritte Führungskraft der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in den vergangenen neun Jahren leistete. Im Kern lief jeder Beitrag auf den einen Satz hinaus, den Bewohnerin Doris die 61-jährige Lüdinghausenerin bei einer herzlichen Umarmung wissen ließ: „Schade, dass Sie uns verlassen, der Abschied fällt uns schwer.“

Der im Sophienhaus gefeierten Festmesse mit Pastor

Thomas Stapper und Pfarrdechant Johannes Büll schloss sich zwei Stunden lang ein bunter Reigen von Beiträgen an. Unter anderem handelten sie von Rückblenden auf umfangreiche Bauphasen sowie von neuen Herausforderungen und Veränderungen bei der Arbeit von Menschen mit Behinderungen.

„Wir haben damals mit Ihrer Einstellung die richtige Entscheidung getroffen“, sagte Franz Ruhwinkel als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Tectum Caritas. Schmelter habe viel bewegt, eine menschlich sehr zugewandte Art und sei fachlich qualifiziert. Geschäftsführer Gregor Wortmann hob das hohe Engagement der in Köln Geborenen hervor und nahm als roten Faden für seine Laudatio verschiedene Artikel aus dem „Köl’schen Grundgesetz“ wie beispielsweise „Nix bleibt wie et is“, oder „Et is immer noch jutjegange“ - pragmatische Leitgedanken, die Schmelters Handeln positiv prägten.

Bürgermeister Gregor Krabbe sagte unter anderem, die Bewohner seien in den Ort eingebunden und von den Bürgern gern gesehen, ein Kontakt, den Schmelter stets gefördert habe. „Es ist wichtig, dass man sich in der Gesellschaft, in der man lebt, auch zuhause fühlt.“

Zum Schluss blickte Schmelter selbst noch einmal zurück. „Mein größter Dank geht an die Bewohner, die meiner Arbeit einen tiefen Sinn gegeben haben.“ Und in deren Richtung: „Ihr seid tolle Menschen.“ Schmelters Nachfolger ist offiziell seit dem 1. Dezember Thomas Berning, Er ist 49 Jahre alt und wohnt in Legden.

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