Lebendiger Adventskalender
Nachbarn setzen leuchtende Akzente

Metelen -

Schon seit Jahren beteiligen sich die Anlieger der Vechtestraße an der Aktion „Lebendiger Adventskalender“. Die Nachbarn schmücken die Straße, leuchten sie stimmungsvoll aus und finden schöne Geschichten und auch Nachdenkliches zur Adventszeit. 

Montag, 11.12.2017, 06:00 Uhr
Trugen Geschichten und Gedanken vor:  (v.l.) Annette Mensing, Karola Woltering, Hildegard Rengbers und Lina Weßels.
Trugen Geschichten und Gedanken vor:  (v.l.) Annette Mensing, Karola Woltering, Hildegard Rengbers und Lina Weßels. Foto: Dorothee Zimmer

In jeden Baum entlang der Vechtestraße auf dem Teilstück von der Ochtruper Straße bis zur Brücke haben Anlieger eine Lichterkette gehängt. „Das macht unsere Nachbarschaft schon seit vielen Jahren in der Adventszeit“, sagt Annette Mensing am Freitag. Nicht selten, fügt sie hinzu, wohne in den Häusern schon die zweite Generation mit ihrer Familie. „Und egal ob jung oder alt – alle freuen sich daran.“

An diesem Abend richten die Nachbarn den Begehbaren Adventskalender aus und zwar direkt vor der Brücke. Auch hier sind leuchtende Akzente gesetzt: Der Übergang ist versehen mit einem Bogen aus Glühlämpchen, einem großen beleuchteten Stern und brennenden Fackeln. Und damit nicht genug: In einem kleinen Bereich neben der Brücke verbreiten weitere Lichter und Kerzen einen anheimelnden Schein.

„Keine Zeit ist so dunkel wie die Zeit im Advent, aber das Licht besiegt die Finsternis“, begrüßen Annette Mensing, Karola Woltering, Hildgard Rengbers und die zehnjährige Lina Weßels die Besucher, die überaus zahlreich gekommen sind, was unter anderem Karola Woltering erfreut zur Kenntnis nimmt: „Es werden jedes Jahr mehr.“

Die versammelten Frauen, Männer und Kinder singen Lieder und hören, was die drei Frauen und das Mädchen ihnen wünschen: Geborgenheit zum Beispiel, Gesundheit, stets frohen Mut und Gelassenheit. Und sie regen dazu an, „einfach mal danke zu sagen“ – seinen Mitmenschen und auch Gott. „Dann entdeckst du einen Schatz, und die Gesichter werden fröhlich.“

In dieser kleinen, besinnlichen Auszeit erzählt Annette Mensing auch eine Geschichte, die von zwei Mädchen und einer Schneekugel handelt. Das eine Mädchen mit Namen Marie schüttelte eine solche Kugel, doch leider blieb das erhoffte Schneerieseln aus. Marie wollte sie schon wegwerfen, doch da erzählte die Großmutter der Enkelin von der gleichaltrigen Annabel, deren Kugel ebenfalls nicht funktionierte. Annabel, das stellte sich am Ende heraus, hatte sie gestohlen und deswegen schneite es darin nicht. Weil sie ihr Verhalten aber tief bereute und es durch persönlichen Einsatz wieder gut machte, setzte das sehnlich erwartete Schneetreiben ein.

„Anscheinend rieselt der Schnee nur bei Menschen, die reinen Herzens sind“, meinte die Großmutter. Und da beichtete Marie der Oma, dass sie ihr einen kleinen Geldbetrag aus der Tasche genommen habe, und dass es ihr leid tue. „Nimm nie einem anderen etwas weg, was dir nicht gehört“, mahnte die Großmutter und verzieh ihr. Und siehe da: in der vermeintlich defekten Kugel schneite es dicke Flocken.

Lina Weßels verteilte am Schluss kleine Duftsäckchen mit daran befestigten guten Wünschen von der Vechtestraße, und an alle erging eine Einladung zu Plätzchen und Glühwein.

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