Stammtisch Fotografie
Die Welt durch den Sucher sehen

Metelen -

Premiere geglückt: Neun Fotobegeisterte trafen sich am Mittwochabend bei der Premiere des Foto-Stammtischs in der Kulturetage. Schnell stellten sie fest, dass es viele gemeinsame Interessen gibt. Sie beschlossen, künftig einmal im Monat zusammenzukommen.

Freitag, 16.02.2018, 06:00 Uhr
Premiere hatte am Mittwochabend der Fotostammtisch in der Kulturetage der KIM, zu dem Herbert Wierich (4.v.l.) eingeladen hatte.
Premiere hatte am Mittwochabend der Fotostammtisch in der Kulturetage der KIM, zu dem Herbert Wierich (4.v.l.) eingeladen hatte. Foto: Sabine Sitte

Fotografieren ist Kunst! Darauf haben sich die Männer und Frauen des ersten Fotostammtisches in der Kulturetage der KIM sofort geeinigt. Doch was braucht es für ein ausdrucksstarkes Bild? Wie viel Handwerk, welche Technik oder eine Bildnachbearbeitung am Computer? Da haben die Hobbyfotografen verschiedene Ansichten und vor allem viele Ideen. Nach der Stammtisch-Premiere am Mittwochabend waren sich alle einig: Nächstes Mal gerne wieder.

Die meisten sind über den Nachwuchs zur ersten eigenen Kamera gekommen: „Ich habe viel die Kinder geknipst, als sie noch klein waren“, sagt Klaus Foecker. Kam der Film vom Entwickeln zurück, war die Enttäuschung oftmals groß. Die Bilder: verschwommen, unscharf, zu hell oder zu dunkel. Heute erleichtern digitale Kameras die schnelle Auswahl, ob ein Foto gelungen ist oder nicht.

Doch auch die moderne Technik hat ihre Tücken. Klaus Holthaus hat erst im Fotokursus der Kulturinitiative im vergangenen Jahr erfahren, wie viele Möglichkeiten in seiner handlichen Systemkamera verborgen sind. „Die Kamera gehorcht mir jetzt“, schmunzelt er. „Jetzt möchte ich endlich systematisch fotografieren.“

Andere Teilnehmer haben bereits viel mehr ausprobiert und die Fachbegriffe der Fotografie schlüpfen ihnen leicht über die Lippen: RAW-Format, HDR-Aufnahmen, Vollbildkamera. Noch nichts für Renate Pöpping. „Ich habe noch Probleme mit Blende und Belichtung im richtigen Moment.“ Sie möchte lernen, „Motive ins rechte Licht zu rücken“.

Auch die Bildbearbeitung scheidet die Fotografenmeinungen. Herbert Wierich möchte das Optimale aus seinen Fotos herausholen und retuschiert schon mal ein störendes Bildelement. Manfred Rips dagegen mag seine Bilder so belassen, wie er sie fotografiert habe. „Das ist auch Kunst: Wie sehe ich meine Welt durch die Linse?“

Vom Stammtisch erhoffen sich die Teilnehmer einen ungezwungenen Erfahrungsaustausch ohne erhobenen Zeigefinger, Tipps und Tricks in Technik und Motivsuche oder auch mal Impulse für ein gemeinsames Projekt.

Bereits an diesem Abend lässt sich die ungeheure Themenvielfalt der Fotografie erahnen. Von Ausstellungstipps über Literaturempfehlungen bis hin zu ersten praktischen Hilfen bei der richtigen Kameraeinstellung wird aus der Stammtisch-Premiere gleich eine lockere Fachsimpelei, die allen nützt. Denn „wir wollen über die Zeit ja auch bessere Fotografen werden“, sagt Klaus Holthaus.

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