Umbau der Bundesstraße 70
Jetzt ist der Radweg an der Reihe

Metelen -

Die Umgestaltung der Bundesstraße 70 zwischen dem Ortseingang Metelen und Engels Kreuzung nimmt wieder Fahrt auf. Nach der wochenlangen Winterpause setzten sich jetzt die Asphaltfräsen wieder in Bewegung – vorbereitende Arbeiten für den neuen Radweg.

Mittwoch, 21.02.2018, 06:00 Uhr aktualisiert: 21.02.2018, 09:32 Uhr
Der alte Straßenbelag zwischen der Vogelparkkreuzung und der Einmündung der Wettringener Straße wird in diesen Tagen abgefräst. Auf dem Teilstück wird jetzt der neue Radweg angelegt.
Der alte Straßenbelag zwischen der Vogelparkkreuzung und der Einmündung der Wettringener Straße wird in diesen Tagen abgefräst. Auf dem Teilstück wird jetzt der neue Radweg angelegt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Etliche Metelener werden es mit Erleichterung registriert haben: Die Arbeiten für den Umbau der Bundesstraße 70 zwischen dem Ortsrand und Engels Kreuzung gehen weiter. Nach der Winterpause fräsen sich zwei große Maschinen durch den Asphalt der alten Straße.

Die größere von ihnen hobelt den Belag der ehemaligen Fahrbahn in einer Breite von zwei Metern ab. „Die braucht nur ein paar Minuten, dann ist der Auflieger voll“, erklärt ein Mitarbeiter des Unternehmens G-S Straßenbau aus Dülmen die Leistungsfähigkeit der Maschine.

Diese kommt allerdings an ihre Grenzen, wenn das Wetter nicht mitspielt. Und das war in den vergangenen Wochen der Fall. Bei Minustemperaturen am Tage sei es nicht möglich, zu fräsen. „Dann friert das Wasser, das wir für die Kühlung der Fräse benötigen“, so der Fahrer des tonnenschweren Monstrums, das sich auf eisernen Ketten über den Asphalt bewegt.

Die Folge wäre eine extreme Abnutzung der Fräszähne – und das geht richtig ins Geld, sind auf solch einer Fräswalze doch über 100 dieser harten Asphaltbrecher installiert.

Da in den ersten Wochen auch ans Asphaltieren nicht gedacht werden konnte – es war einfach zu nass dafür – machten die Mitarbeiter aus der Not eine Tugend. „Wir sammeln während des Jahres reichlich Überstunden an, die wir dann im Winter, wenn das Wetter die Arbeit unmöglich macht, abfeiern“, erläuterte der Mitarbeiter des Straßenbauunternehmens aus Dülmen.

Sein Kollege oben auf der Fräse kann die Maschine präzise führen. Dank unabhängiger Ketten sind auch Rangiermanöver auf kleiner Fläche möglich. So ist auch das Reststück in der Abfahrt der B 70 Richtung Ortseinfahrt in wenigen Minuten abgefräst.

Dem Fahrer des Dreiachs-Sattelkippers dirigiert er mit Hupsignalen: einmal hupen heißt leicht vorwärts fahren, zweimal bedeutet Stopp. Die Mulde ist schnell gefüllt, und der nächste Lkw wartet schon auf der Bundesstraße.

Nahe der Vogelparkkreuzung wiederholt sich dies mit einer zweiten Fräse, die allerdings einen kleineren Querschnitt hat.

Spielen die Temperaturen dann mit, wird als nächstes neuer Asphalt für den Radweg aufgebracht. Er wird dann höhengleich mit der bereits fertiggestellten neuen Fahrbahn der B 70 angelegt.

Zwischen den Spuren für die Kraftfahrer und dem Radweg gibt es künftig einen Grünstreifen. Hierfür wird Erde angefahren und Rasen eingesät.

Wie der Querschnitt letztlich aussehen wird, ist bereits im weiteren Verlauf der Bundesstraße zwischen Engels Kreuzung und Wettringen zu sehen.

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