Sanierung der Gronauer Straße
Bauzeitenplan im Auge behalten

Metelen -

Die Gronauer Straße soll in vier Abschnitten innerhalb von zwei Jahren saniert werden. Dies wurde jetzt bei der Vorstellung des Projekts vor dem Bau- und Planungsausschuss bekannt. In dem Fachgremium wurde dringend dazu geraten, die Bauzeiten im Auge zu behalten. Negativbeispiel sei hier die Friduwistraße, deren Sanierung im Vorjahr begann und die immer noch nicht

Freitag, 02.03.2018, 06:00 Uhr
Negativbeispiel für Verzögerungen bei der Sanierung einer Anliegerstraße ist aktuell die Friduwistraße. Sie sollte eigentlich längst fertiggestellt sein. Im Ausschuss wurde ein verbessertes Controlling für den Ausbau der Gronauer Straße angemahnt.
Negativbeispiel für Verzögerungen bei der Sanierung einer Anliegerstraße ist aktuell die Friduwistraße. Sie sollte eigentlich längst fertiggestellt sein. Im Ausschuss wurde ein verbessertes Controlling für den Ausbau der Gronauer Straße angemahnt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Zwei Jahre soll sie dauern, die Sanierung der Gronauer Straße, die in vier Bauabschnitten erfolgt. Über die Detailplanung, die jetzt im Bauausschuss vorgestellt wurde, muss der Rat zwar noch in seiner Sitzung am 19. März (Montag) abstimmen, das Fachgremium stelle sich allerdings schon einstimmig hinter die Ausbauplanung.

Diese hatten Vertreter der Anlieger, eines beauftragtes Ingenieurbüros und der Gemeindeverwaltung erarbeitet. Sie sieht vor, das 700 Meter lange innerörtliche Teilstück der Straße zwischen dem Viehtor und der Kreuzung mit der Kolpingstraße neu anzulegen. 6500 Quadratmeter groß ist die Gesamtfläche. Die Sanierungsarbeiten starten mit dem ersten Abschnitt zwischen dem Viehtor und der Fridiwistraße – nachdem diese fertig gestellt ist.

Aktuell ruhen dort die Bauarbeiten wegen der kalten Witterung. Unmut über die Verzögerungen beim Ausbau dieser vergleichsweise kurzen Anliegerstraße war allerdings schon in den vergangenen Monaten laut geworden. Dietmar Deitermann (UWG) rechnete die bisherige Bauzeit der Friduwistraße auf den Bereich Gronauer Straße hoch und kam so auf sieben Jahre. „Ich möchte nicht bei der neuen Straßenbaumaßnahme die gleiche Diskussion erleben wie beim Negativbeispiel Friduwistraße“, so Deitermann. Sein Fraktionskollege Ansgar Stening hatte ein verbesserungsbedürftiges und transparentes Baucontrolling der Gemeinde bereits in seiner Haushaltsrede angemahnt und ebenfalls die Friduwistraße angeführt.

Für die Kommune erklärte Bauamtsleiter Stefan Wessling, dass es für den Ausbau der Gronauer Straße einen klaren Zeitkorridor von zwei Jahren gebe. Vertragsstrafen bei einer Überschreitung des Zeitlimits seien überdies vorgesehen.

Stening sorgte sich ferner darum, dass die frisch sanierte Straße durch schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge „gleich wieder kaputtgefahren“ werden könnte. Hierzu erläuterte Wessling, dass ein Straßenaufbau verhältnismäßig sein müsse. Wähle man eine höhere Belastungsklasse, führe dies auch zu Mehrkosten.

1,3 Millionen Euro stehen im Haushalt 2018 für die Baumaßnahme zur Verfügung. 520 000 Euro davon zahlen die Anlieger in Form ihrer Beiträge. Von dem Geld wird die Straße komplett saniert. Die Fahrbahn soll künftig nur noch 5,50 Meter statt bisher sechs Meter breit sein. Die Gehwege wachsen dafür auf eine Breite von jeweils etwa zwei Meter.

Parallel zu den Bauarbeiten werden – wie auch schon in der Friduwi­straße – die Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom komplett erneuert und unter die Gehwege verlegt. Vollständig saniert wird auch die Kanalisation, deren Neuanlage unter der Fahrbahn erfolgt. Die Glasfaserleitungen bleiben erhalten, die Beleuchtung unverändert. Zwei Bäume werden gefällt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5559998?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker