Frauenhilfe: Vortrag zum Thema „Hilfsmittel“
Von Kompressionsstrümpfen bis zum Elektromobil

Metelen -

Immer mehr Leute mit körperlichen Einschränkungen greifen inzwischen auf Hilfsmittel wie zum Beispiel Rollatoren zurück, weiß Dominik Meis vom Sanitätshaus M+L in Ochtrup. Auf Einladung der Frauenhilfe war er jetzt zu Gast im evangelischen Gemeindehaus.

Freitag, 09.03.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2018, 18:18 Uhr
Dominik Meis referierte jetzt bei der Frauenhilfe.
Dominik Meis referierte jetzt bei der Frauenhilfe. Foto: Irmgard Tappe

Weil sie aufgrund einer Kinderlähmung gehbehindert war, hat die Schwedin Alina Wifalk 1978 den ersten Rollator erfunden. Sie hat damals wohl nicht geahnt, dass ihre Idee so weite Kreise ziehen würde. Immer mehr Leute mit körperlichen Einschränkungen greifen inzwischen auf dieses Hilfsmittel zurück, weiß auch Dominik Meis vom Sanitätshaus M+L in Ochtrup. Auf Einladung der Frauenhilfe war er jetzt zu Gast im evangelischen Gemeindehaus. Den Anwesenden gab er Tipps rund um die Möglichkeiten, die bei körperlicher Einschränkung mehr Lebensqualität schaffen.

Nach einer kurzen Andacht mit Pastorin Imke Philipps und einem Kaffeetrinken stellte Dominik Meis den Anwesenden einige pflegeunterstützenden Hilfsmittel vor. „Gut, dass es so etwas gibt. Aber zum Glück habe ich dafür noch keinen Bedarf“, sei die Reaktion vieler Leute beim Anblick dieser Dinge aus dem Sanitätshaus, berichtete Meis. Doch schneller als gedacht könne mitunter die Situation eintreten. Sei es durch einen Unfall, eine Krankheit oder das Alter. Dann gelte es, das häusliche Umfeld so zu gestalten, dass Betroffene trotz Defiziten weiterhin in den eigenen vier Wänden leben können.

Entsprechende Hilfsmittel aus dem Pflegebereich, so der Fachmann, würden vom Arzt verordnet und in der Regel von den Krankenkassen getragen. Bei höherwertigen Modellen müsse der Betroffene die Mehrkosten zahlen. „Die Patienten kommen mit dem Rezept ins Sanitätshaus. Wir beraten sie und stellen die Anträge an die Krankenkassen. Wenn erforderlich, besuchen wir die Betroffenen, um uns ein Bild vom häuslichen Umfeld zu machen“, skizzierte Meis den Ablauf.

Er stellte den Frauen eine Auswahl an Rollatoren sowie einen Rollstuhl, ein Elektromobil, einen Badewannen-Lift, WC-Sitze sowie verschiedene weitere Hilfsmittel vor. Der Markt halte insgesamt circa 25 000 unterschiedliche Modelle bereit – von Kompressionsstrümpfen bis zum Elektromobil.

Allerdings gebe es auch schwarze Schafe in dieser Branche, die darauf aus seien, Senioren beim unseriösen Verkauf von Hilfsmitteln abzuzocken. Meis warnte zum Beispiel vor Angeboten durch Annoncen oder Telefonanrufe.

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