Di., 13.03.2018

Ausstellung „MaMo in Metelen“ mit Gemälden von Martha Eddicks Rückkehr zu den Wurzeln

„Wilder Garten“ hat Martha Eddicks dieses Bild betitelt, das im Rahmen ihrer Ausstellung in der Seniorenwohnanlage „Metelener Heide“ zu sehen ist. Die gebürtige Metelenerin war zur Ausstellungseröffnung angereist.

„Wilder Garten“ hat Martha Eddicks dieses Bild betitelt, das im Rahmen ihrer Ausstellung in der Seniorenwohnanlage „Metelener Heide“ zu sehen ist. Die gebürtige Metelenerin war zur Ausstellungseröffnung angereist. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Metelen - 

Sie wurde auf einem Bauernhof in Metelen groß und kehrte am Sonntag zu ihren Wurzeln zurück. Martha Eddick, geborene Moddemann, wohnt seit vielen Jahren in Hamburg. Die Wahl-Hanseatin, die als Lehrerin gearbeitet hat, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Malerei. Im Rahmen einer KIM-Ausstellung zeigt sie bis Mai eine Auswahl ihrer Werke in der Seniorenwohnanlage Metelener Heide

Von Elvira Meisel-Kemper

Wenige Monate Vorlaufzeit benötigte die „temporäre Heimkehr“ von Martha Eddicks aus Hamburg nach Metelen. Sie schrieb eine Karte an Clara Beutler, die Vorsitzende der Kulturinitiative, ob sie in Metelen mit Hilfe der KIM ausstellen könne.

Am Sonntag nahm das Projekt dann konkrete Gestalt an: Clara Beutler eröffnete nach einführenden Worten die Ausstellung in der Seniorenwohnanlage „Metelener Heide“, die den beziehungsreichen Titel „MaMo in Metelen“ trägt. Entsprechend groß war der Besucherandrang, denn Eddicks wurde 1945 als eines von sechs Geschwistern der Familie Moddemann auf dem elterlichen Hof in Metelen geboren.

In Münster studierte sie Pädagogik für Grund- und Hauptschulen mit dem Schwerpunkt auf dem Fach Kunst. Nach dem Staatsexamen unterrichtete sie ein halbes Jahr an einer Schule in Heek, bevor sie für vier weitere Jahre an eine Landschule in Stadtlohn-Hengeler wechselte. Als diese geschlossen wurde, nahm sie 1971 eine Stelle an einer katholischen Grundschule in Hamburg an. Bis zu ihrer Pensionierung 2008 unterrichtete sie, vielfach als Klassenlehrerin, an einer staatlichen Grundschule im Hamburger Stadtteil Steilshoop.

Martha Moddemann, die mit ihrer Heirat 1974 den Familiennamen Eddicks annahm, begann erst 2001 mit der Malerei. Das technische Rüstzeug hatte sie bereits im Kunstunterricht mit den Kindern erworben, nur die Praxis des selbstständigen Malens fehlte ihr bis dahin.

Die Ausstellung in Metelen gibt einen lebendigen Eindruck, wie weit sie in diesen 17 Jahren an Perfektion und Breite der Stile hinzugewonnen hat. Die Gemälde mittleren Formats sind weitgehend aus den vergangenen Jahren. Deutlich zeichnet sich ihr Weg zur rein abstrakten Malerei ab, denn das Thema der Landschaft mit seinen vielen Farben und Formen begleitet sie ständig.

Zart keimende Frühlingslandschaften sind neben die fast abstrakten Bilder von blühenden Gärten gestellt. Landschaften aus Portugal, der Bretagne, Kalifornien, die sie nach Urlaubsreisen im heimischen Atelier gemalt hat, zeigen vollkommen menschenleere und tierlose Landschaften. Kein Vogel zwitschert auf den Ästen der Bäume, dennoch vermitteln die leuchtenden Farben und der pastose, mehrschichtige Farbauftrag das Gefühl, diese Vogelstimmen zu hören. Eine sinnvolle akustische Ergänzung waren am Tag der Eröffnung die Gitarrenklänge der Musikerin Gabriele Kriens, die Kompositionen zum Thema „Landschaft“ interpretierte.

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Die Ausstellung ist bis zum 5. Mai (Samstag) in der Seniorenwohnanlage „Metelener Heide“, Wettringener Straße 32, zu sehen.



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