kfd-Theatergruppe probt fürs Frühlingsfest der Frauengemeinschaft
Nägel schneiden für Papst-Treter

Metelen -

Skurrile Sketche, wie sie das Leben manchmal dennoch schreibt, bringt die Theatergruppe der Frauengemeinschaft beim kfd-Frühlingsfest auf die Bühne des Bürgerhauses. Bereits seit geraumer Zeit proben 20 Mitglieder der Gruppe für ihr dreistündiges Programm.

Samstag, 17.03.2018, 06:00 Uhr
In einem der Sketche machen sich die Frauen auf den Weg zum Kegelausflug nach Mallorca. Schon am Flughafen ist die Stimmung bestens.
In einem der Sketche machen sich die Frauen auf den Weg zum Kegelausflug nach Mallorca. Schon am Flughafen ist die Stimmung bestens. Foto: Dorothee Zimmer

Der Gatte versteht nur Bahnhof. Dabei geht es eigentlich um Dinkelflocken. Mit den Gedanken schon fast bei der Arbeit schnürt er noch schnell die Schuhe und bindet die Krawatte, da hält die Angetraute die Zeit für gekommen, Dinkelflocken mit großzügigen Abschweifungen und ansteigender emotionaler Dynamik zu thematisieren. Ziemlich bald verliert der Mann zwar nicht die Nerven, auf jeden Fall aber den Faden.

Ob es dem Publikum bei der Aufführung dieses Sketches beim Frühlingsfest der Frauengemeinschaft am 10. und 11. April (Dienstag um 19.30 Uhr, Mittwoch um 14.30 und um 19.30 Uhr) im Bürgerhaus gelingt, der Dinkelflocken-Verfechterin zu folgen, bleibt abzuwarten. Die Chancen dafür stehen indes bei den insgesamt zwölf aufgeführten Parodien nicht schlecht: „Vorwiegend wird die weibliche Sicht dargestellt, darin erkennt man unter Umständen sich selbst wieder. Deshalb haben die Theaterstücke vor allem für Frauen einen hohen Unterhaltungswert“, schmunzelt Petra Weßling vielsagend bei der Probe am Donnerstag.

Die Leiterin der Theatergruppe und Moderatorin des Frühlingsfestes legt sich klar fest, wer bei dem Programm mit musikalischem Finale die besseren Karten hat: „Männer kommen da insgesamt nicht so gut weg.“ Mit ihrem Besuch wird ohnehin auch nur in sehr geringer Zahl gerechnet.

Unter dem Motto „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ kitzelt die rund 20 Frauen starke Theatergruppe in rund drei Stunden also bestimmte Eigenarten von Mann und Frau heraus, überträgt sie bevorzugt auf die Paarbeziehung und treibt vergnüglich ihr Spielchen damit. „Unser Frühlingsfest soll auch eine Veranstaltung sein, die für eine Weile den Alltag Alltag sein lässt“, sagt Weßling.

Seit Karneval treffen sich die Frauen zweimal in der Woche, um nach der daheim einstudierten Sprecherrolle am nächsten Schritt zu feilen. „Wir haben einen hohen Anspruch an uns selbst und wollen das Publikum bestmöglich unterhalten“, legt die Leiterin viel Wert auf einen gewissen Standard. Sie hebt die Veranstaltung als Gemeinschaftsaktion hervor, in der sich die Frauen gegenseitig unterstützen.

Ein schönes Beispiel dafür ist am Donnerstag die Stärkung mit einer heißen Gulaschsuppe und kleinen Häppchen, die Karola Woltering und Annette Mensing in der Pause vorbeibringen. Aber auch mit Requisiten helfen sich die Spielerinnen aus.

Für einen Sketch braucht der „Papst“ noch rote Schuhe. Die mit Schnalle und aus Lack, die jemand mitgebracht hat, sind zu klein – da hilft auch der Rat „einfach mal die Zehennägel schneiden“ nichts.

Eine Darstellerin weist seufzend auf ihr zu eng gewordenes Kostüm hin. Bis zur Aufführung sind es ja noch ein paar Wochen, wird ihr scherzhaft eine Diät nahegelegt. Man merkt: Die Frauen harmonieren gut miteinander, die Stimmung ist bestens und ihre Freude aufs Frühlingsfest spürbar.

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