Sanierung des Bahnhofs Metelen-Land ist abgeschlossen
Für Eisenbahner und Nachtjäger

Metelen -

Ganz offiziell eröffnet wird der sanierte Museumsbahnhof zwar erst während des Denkmaltags im September, aber schon jetzt sind die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Eine Vertreterin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz begutachtete jetzt die fachgerechte Ausführung der Fassadensanierung. Bereits amtlich haben Gemeinde und Eisenbahner-IG die fledermausfreundliche Gestaltung des Hauses.

Freitag, 13.04.2018, 06:00 Uhr
Nicht nur ein Ort für Eisenbahnfreunde, sondern auch ein fledermausfreundliches Haus ist der sanierte Bahnhof. Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe (r.) und Horst Pitlinski von der EIG können dies jetzt auch mit einem Schild am Objekt dokumentieren.
Nicht nur ein Ort für Eisenbahnfreunde, sondern auch ein fledermausfreundliches Haus ist der sanierte Bahnhof. Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe (r.) und Horst Pitlinski von der EIG können dies jetzt auch mit einem Schild am Objekt dokumentieren. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Henriette Schröders Augen entgeht nichts. Nicht die Farbunterschiede im Fugenmaterial, nicht der Sockelbereich auf dem Balkon, der in den 1980-er Jahren wenig fachmännisch saniert wurde. Henriette Schröder ist Architektin und im Auftrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an diesem Donnerstagmorgen nach Metelen gekommen, um sich den sanierten Bahnhof Metelen-Land anzuschauen.

Mit 50 000 Euro Zuschuss ist die Stiftung eine der Geldgeberinnen, welche die Finanzierung der Fassadensanierung überhaupt erst ermöglicht hat. Weitere Mittel kommen von der NRW-Stiftung, der Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Zwecke und nicht zuletzt auch aus einem Fördertopf für artenschutzrechtliche Maßnahmen.

Dass diese gefruchtet haben, bekam die Hausherrin, die Gemeinde Metelen, jetzt sogar in Form der Plakette „Fledermausfreundliches Haus“ dokumentiert. Der Erhalt von Fledermaus-Quartieren im Haus und die Anbringung von speziellen Kästen für die Nachtjäger waren Teile der Maßnahmen.

Über die Sanierung am Objekt selber informierte Architektin Nadine Schluch vom Büro Holtfrerich ihre Kollegin von der Stiftung direkt vor Ort, erläuterte die Fachwerk-Aufarbeitung und Ergänzung, stellte den wieder aufgebauten Dachüberstand vor und auch den Lehminnenputz, der mittlerweile gestrichen wurde.

Darüber freut sich Horst Pitlinski, Vorsitzender der Eisenbahn-Interessengemeinschaft (EIG), ganz besondert, zeigt er doch an, dass die Sanierung die Schlussgerade hinter sich gelassen hat. Schon jetzt sind die Freizeit-Eisenbahner alle zwei Wochen im Einsatz, um ihr Museum auf Vordermann zu bringen. „Das wird aber noch dauern“, ließ sich der EIG-Chef nur auf einen Termin festlegen: Beim Bahnhofsfest am 8. und 9. September (Samstag und Sonntag) soll der Museumsbahnhof offiziell wiedereröffnet werden.

Bürgermeister Gregor Krabbe hofft, dass bis dahin die aktuell 140 000 Euro für die Sanierung reichen werden. Vorausgesetzt, Henriette Schröder gibt den Arbeiten ihren Segen. . .

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