Polizei klärt Nachbarn im Esch auf
Tipps gegen Einbrecher direkt vor Ort

Metelen -

Nochmals vor Ort waren jetzt Polizeibeamte etwa eine Woche nach einem Wohnungseinbruch am Esch. Sie befragten Nachbarn nach möglichen Beobachtungen, hatten aber vor allem die Aufklärung über Sicherungsmaßnahmen an den Häusern und Wohnungen im Quartier zum Ziel. Die Kampagne soll die Anlieger sensibilisieren und so langfristig mit dazu beitragen, Wohnungseinbrüche zu verhindern.

Donnerstag, 19.04.2018, 06:00 Uhr
Rolf Lohaus arbeitet bei der Polizei im Bereich der Kriminalprävention. Er gab Anliegern des Eschs, wie hier Hans Scholz, wertvolle Hinweise, wie sie ihr Haus vor Einbrechern schützen können.
Rolf Lohaus arbeitet bei der Polizei im Bereich der Kriminalprävention. Er gab Anliegern des Eschs, wie hier Hans Scholz, wertvolle Hinweise, wie sie ihr Haus vor Einbrechern schützen können. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Was macht denn der Streifenwagen in unserer Straße? Warum gehen Polizeibeamte in Uniform und mit Warnweste von Tür zu Tür? Ungewöhnliches tut sich an diesem Nachmittag im Esch. Die Anlieger des schmucken Neubauviertels machen teils lange Hälse, wundern sich über die Präsenz der Beamten in ihrem Viertel.

Rolf Lohaus arbeitet bei der Kriminalpolizei im Bereich Prävention. Seine Aufgabe ist es unter anderem, Menschen darüber aufzuklären, wie sie ihre Häuser und Wohnungen vor Einbrechern schützen können. Und genau deshalb ist der Kriminalhauptkommissar heute im Esch unterwegs. Gemeinsam mit dem örtlichen Bezirksbeamten Christian Gieczinski besucht er Anlieger, um sie darüber aufzuklären, dass vor gar nicht allzu langer Zeit Einbrecher gleich in der Nachbarschaft zugeschlagen haben.

Zwei Ziele verfolgen die Beamten mit ihrem Einsatz: Zum einen erhoffen sie sich eventuell Zeugenhinweise auf die Täter, die am vorvergangenen Wochenende in der Nachbarschaft die Scheibe einer Terrassentür einschlugen, das Haus durchsuchten und Bargeld stahlen. Auf der anderen Seite ist der Vor-Ort-Termin bei den Nachbarn auch aktive Aufklärung darüber, wie diese ihre Häuser besser vor Einbrechern schützen können. „Viele werden erst dann aufmerksam, wenn die Täter gleich nebenan aktiv waren“, weiß Lohaus.

Hans Scholz ist einer dieser Nachbarn, doch von dem Einbruch, nur einen Steinwurf entfernt, hatte er überhaupt nichts mitbekommen. Das berichtet er dem Mann von der Polizei, nachdem dieser sich vorgestellt hat. Die Aktion der Beamten findet er gut, vor allem auch deshalb, weil Lohaus seinen geschulten Blick über die Fassade des Hauses gleiten lässt. Zwei Fenster auf Kipp, eine Haustür, die den Anschein erweckt, als sei sie nicht richtig geschlossen – so etwas zieht die Tätern an.

Und zwar nicht in der Nacht, wie immer noch bei vielen durch die Köpfe geistert, sondern am helllichten Tag. „Die meisten Wohnungseinbrüche erfolgen tagsüber“, informiert nicht nur der Beamte vor Ort, sondern das können die besuchten Nachbarn anschließend auch noch einmal auf einem kleinen Infozettel nachlesen, den Lohaus und sein Kollege Gieczinski verteilen.

Dass Einbruchschutz schon mit dem ordnungsgemäßen Verschließen oder noch besser Abschließen von Türen und Fenstern beginnt, müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Dennoch steht dies auf der Liste ganz obenan. Anwesenheit vortäuschen findet sich ebenfalls ganz weit oben bei den Verhaltenstipps. „Nichts scheuen die Täter so sehr wie den Kontakt mit den Bewohnern“, klärte Lohaus auf.

Dass es daneben eine breite Palette an mechanischen und elektronischen Sicherungsmaßnahmen gibt, steht ebenfalls auf dem Flyer – wobei für Lohaus die mechanischen Sicherungssystemen vornan stehen. Wer unsicher ist, findet Infos auf der Seite der Polizei im Internet. Und die Beamten der Präventionsabteilung kommen auf Anfrage auch direkt in die Häuser und geben konkrete Hinweise abseits der kleinen Stippvisiten, nachdem die Täter bereits unmittelbar in der Nachbarschaft zugeschlagen haben.           

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