Mo., 23.04.2018

Katholiken ist nichts zu weit Zwei Hamburgerinnen in Metelen

Elisabeth Hillmann-Zutelgte und Wolfgang Zutelgte freuen sich sehr auf die zwei Hamburgerinnen, die anlässlich des Katholikentages bei ihnen zu Hause in Metelen übernachten werden.

Elisabeth Hillmann-Zutelgte und Wolfgang Zutelgte freuen sich sehr auf die zwei Hamburgerinnen, die anlässlich des Katholikentages bei ihnen zu Hause in Metelen übernachten werden. Foto: Bettina Laerbusch

Metelen - 

Elisabeth Hillmann-Zutelgte und Wolfgang Zutelgte freuen sich sehr. Betten für Katholikenbesucher haben sie in Münster offeriert. Und: Gäste kommen am 9. Mai – auch wenn es nach Münster bekanntlich etliche Kilometer sind.

Von Bettina Laerbusch

Sie freuen sich. Beide. Wer die Idee hatte? Sie. „Er hat aber sofort ,Ja‘ gesagt“, erzählt sie lachend. Wie damals, als die beiden sich entschlossen zu heiraten. Auch das verrät sie schmunzelnd und erfrischend offen – so ganz nebenbei. Die Rede ist von Elisabeth Hillmann-Zutelgte und ihrem Mann Wolfgang Zutelgte. Beide sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – „ich weiß sonst keinen“ – die Einzigen in Metelen, die Betten für Katholikenbesucher zur Verfügung stellen.

Zwei Frauen aus Hamburg, das weiß das Ehepaar inzwischen, werden vom 9. bis 13. Mai, dann, wenn in Münster eben der Katholikentag stattfindet, jeden Abend nach Metelen fahren, um dort in den ehemaligen Kinderzimmern der Familie zu nächtigen.

Metelen und Münster? Nah bei geht anders. Elisabeth Hillmann-Zutelgte war sich denn auch gar nicht sicher, ob die Katholikentagorganisatoren in Münster überhaupt an Betten in Metelen interessiert sein würden. Doch sie hatte von einer Ochtruperin erfahren, dass selbst dort Betten gefragt waren – und sind. „Und das ist ja noch weiter weg.“

Die Betten und ein Frühstück gibt es für die Besucher kostenlos. Wenn die beiden aus Hamburg, mit denen Elisabeth Hillmann-Zutelgte noch keinen Kontakt hatte, Lust hätten, könnten sie auch abends zusammen mit ihnen im Garten grillen. Familienanschluss sei selbstverständlich möglich – wenn die Gäste es wollten und die Abende nicht lieber in Münster verbringen möchten. Wie alt die baldigen Gäste sind? Auch das wissen die Metelener bis dato nicht.

Dass die tägliche Fahrt nach Münster irgendwie problematisch wird, glauben beide nicht. In Städten wie Hamburg oder Berlin sei man mitunter genauso lange unterwegs, wenn man von A nach B wolle. Schließlich hat Metelen einen Bahnhof, bis spät abends fahren Züge.

Für die Betten haben Elisabeth Hillmann-Zutelgte, die seit mittlerweile neun Jahren im Pfarreirat aktiv ist, und ihr Mann je eine Tageskarte geschenkt bekommen. Zwei weitere haben sie sich gekauft, so dass sie mindestes zwei Tage auch in Münster sein werden. Auch darauf freuen sie sich sehr. Elisabeth Hillmann-Zutelgte wollte schon den Katholikentag in Regensburg besuchen, „meine Tochter wohnte dort“. Doch es hat nicht geklappt. Münster hat jetzt also Premierencharakter.



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