Do., 26.04.2018

Kunst und Suppe Das Licht wird immer heller

Kulturschaffende aus Münster, Beckum, Horstmar oder Steinfurt gaben sich in Metelen ein Stelldichein. Sie lernten sich kennen, knüpften Kontakte, um Netzwerke aufzubauen.

Kulturschaffende aus Münster, Beckum, Horstmar oder Steinfurt gaben sich in Metelen ein Stelldichein. Sie lernten sich kennen, knüpften Kontakte, um Netzwerke aufzubauen. Foto: Sabine Sitte

Metelen - 

„Supp-Kultur“ hat jede Menge Kulturschaffende aus Münster Horstmar oder auch Beckum nach Metelen gelockt. Und sie hatten Spaß.

Von Sabine Sitte

„Wir sind kein Leuchtturm in der Kulturlandschaft, aber ein stetig heller werdendes Licht“, freute sich Bürgermeister Gregor Krabbe über die Veranstaltung „Supp-Kultur“ am Dienstagabend. Termine solcher Art gäben dem Ort neue Impulse. Das Kulturbüro des Münsterlandvereins hatte Kunstschaffende zum lockeren Austausch in die Kulturetage eingeladen: ein paar Stunden zum gemeinsamen Essen, Kennenlernen und Netzwerken.

Beim Suppeschöpfen und Brotschneiden in der Mini-Küche fing es an: „Wer bist du, was machst du, hast du Lust auf ein gemeinsames Projekt?“ Beim ungezwungen „Du“ und einer ungewöhnlichen Frage- und Raterunde war das dünne Eis der Zurückhaltung schnell gebrochen und die Neugierde oben auf. Die Gäste waren aus Horstmar, Burgsteinfurt, Wettringen und Münster angereist, „um Kontakte zu knüpfen, Ideen aufzuschnappen und einfach nur mit den Leuten hier zu reden“, so Dietmar Rusteberg vom Wettringer Fabrik-Theater. Denn: „Es sind alles ganz besondere Leute.“ Sie verbinde die Liebe zur Kunst, ob vor der Leinwand, hinter der Kamera, an der Tastatur oder auf der Bühne. Aber auch die Organisatoren des Wettringer Verkehrsvereins löffelten sich wissbegierig durch die aufgetischte Spargelsuppe und waren auf der Suche nach Inspiration für kulturelle Angebote.

Die weiteste Anreise hatte Gabi Trampe aus Beckum. Sie kam als Zaungast und „wollte schon mal ein Gespür für das Veranstaltungsformat bekommen“. Denn Beckum wird im November (nach Nottuln im Juni) Gastgeberort der „Supp-Kultur“.

An drei Terminen im Jahr bietet das Kulturbüro des Münsterlandvereins den so genannten Künstler-Stammtisch an. „Da aber zu den Veranstaltungen nie dieselben Leute kommen, ist es irgendwie doch kein echter Stammtisch“, schmunzelte Leiter Andre Sebastian. „Aber so bleibt es immer spannend, wer dabei sein wird.“ Meist kennen die Organisatoren vorab auch nur die Namen und Mail-Adressen der angemeldeten Gäste.

Irmgard Schneidereit betreibt in Münster eine Kreativwerkstatt und hat die Vision „einer Gemeinschaftsausstellung mit anderen Künstlern zu einem bestimmten Thema“. Das könnte sich auch Bernhild Wierich gut vorstellen. Die Metelener Malerin ließ sich von Andre Sebastian im Schnelldurchgang das Prinzip der kreisübergreifenden Fördermöglichkeiten durch das Kulturbüro erklären. Michael Minnebusch, Künstler aus dem benachbarten Steinfurt, blätterte zu fortgeschrittener Stunde gemeinsam mit Nina Lieven von der Wettringer Künstlergemeinschaft in seinem mitgebrachten Skizzen-Malbuch und hat sich für die Zukunft vorgenommen, deren Ateliers in der Künstlerkirche unbedingt mal zu besuchen.

Was den Teilnehmern vom Abend bleiben wird, sind nicht nur der gute Geschmack einer exzellenten Suppe, sondern auch viele neue Impulse und jede Menge Visitenkarten.



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