Sa., 28.04.2018

Grundschüler planen Wunsch-Areal für neuen Standort Ideenschmiede für den Pausenhof

Smila Weßling und Jahida Hesso (r.) erläutern das Modell des Pausenhofs.

Smila Weßling und Jahida Hesso (r.) erläutern das Modell des Pausenhofs. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Ihrer Fantasie freien Lauf ließen Grundschüler bei der Ideenschmiede für die Gestaltung des Pausenhofs am neuen Standort Freistein. In allen Klassen wurde eine Umfrage durchgeführt, deren Ergebnis in einem Pausenhofmodell umgesetzt. Unterschiedliche Beläge kamen ebenso zur Sprache wie Wunschvorstellungen, die eher zu einem Jahrmarkt passen könnten: etwa nach

Von Dorothee Zimmer

An Ideen, wie der Schulhof am neuen Standort gestaltet sein könnte, mangelt es den Grundschülern nicht. Seit die Schule nach den Osterferien wieder angefangen hat, haben die aktuell 270 Mädchen und Jungen ihre Vorstellungen zusammengetragen und sie anschaulich auf Plakaten und in einem Modell zusammengefasst. Am Freitag präsentierten Vertreter aller Klassen Bürgermeister Gregor Krabbe und Kämmerer An­dreas Möllers im Musikraum die Ergebnisse.

Zu den Wünschen, die wohl unerfüllt bleiben müssen, zählen die nach einer Go-Kart-Bahn, einem Pool oder nach einer Wasserspielanlage. Der Bürgermeister quittierte sie schmunzelnd mit den Worten: „Das ist ja interessant.“ Viele andere Vorschläge waren eher keine Luftschlösser: beispielsweise der nach verschiedenen Untergründen aus Sand, Kies, Stein oder Rindenmulch.

„Es soll nach Möglichkeit nicht überall nur Beton sein“, warb Smila Weßling für Vielfalt. Die Schülerin aus der 4 c erklärte anhand eines anschaulich gestalteten Modells weitere Ergebnisse. So etwa ein bespielbares Hamsterrad, ein großer Tisch mit Bänken – „dort sollte ausreichend Platz für eine ganze Klasse sein“ –, Stühle mit einer Drehtechnik, fest aufgemalte Zahlen als Spielgrundlage.

Krabbe verfolgte die Darstellung mit großem Interesse, einiges, wie das Hamsterrad, kannte er bis dato gar nicht. „Das Modell ist ja ein kleines Kunstwerk, und alles ist sehr realistisch dargestellt“, lobte er.

Welcher Beschäftigung die Schüler in den Pausen zurzeit nachgehen und welcher sie gerne nachgehen würden, erläuterte Viertklässlerin Jahida Hesso an einem Plakat. Da hier unter anderem der Toilettengang Thema war, merkte der Bürgermeister an: „Demnächst braucht ihr dafür nicht mehr nach draußen zu gehen, dann ist die Toilette innerhalb des Gebäudes.“

Prima fänden die Jungen und Mädchen der St.-Vitus-Schule unter anderem auch eine Seilbahn und ein Labyrinth – letzteres ein Vorschlag der ersten Klassen. Eine ihrer Vertreterinnen, Franziska Herdering aus der 1a, fiel die Aufgabe der offiziellen Begrüßung und einer kurzen Einführung zu.

Im Rahmen der Ideenfindung wurde zudem unter allen Schülern eine Umfrage gestartet. Aus 14 Vorschlägen zur Pausengestaltung konnten sie vier ankreuzen, die jeder persönlich favorisierte. Greta Brink aus der 4a präsentierte das Ergebnis: „An erster Stelle wünschten sich die Schüler Möglichkeiten zum Klettern, dann zum Fußballspielen und als drittes ein Drehkarussell.“

Schulleiter Thomas Wissing betonte, die Planungen zur Schulhofgestaltung seien zum Großteil von den Schülern selbst geleistet worden. Dass an der Schule zwischen Wunsch und Wirklichkeit unterschieden werden kann, steht für ihn fest: „Natürlich wissen die Kinder, dass nicht alles geht. Die Sachen sind zum Teil ja auch sehr teuer.“



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