Mi., 02.05.2018

Konzert zum Start in den Mai in der Mühle Mit Dixieland in den Wonnemonat

Da der Mai nicht so wollte wie er sollte, verlegte der Förderverein des Blasorchesters Metelen seine traditionelle Jazz-Matinee in Plagemanns Mühle. Mit zunehmendem Sonnenschein kamen immer mehr Maiausflügler, um sich im Rahmen ihrer Rad- und Wandertour ein swingendes Päuschen zu gönnen.

Da der Mai nicht so wollte wie er sollte, verlegte der Förderverein des Blasorchesters Metelen seine traditionelle Jazz-Matinee in Plagemanns Mühle. Mit zunehmendem Sonnenschein kamen immer mehr Maiausflügler, um sich im Rahmen ihrer Rad- und Wandertour ein swingendes Päuschen zu gönnen. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Ein wenig unter den Unbilden des Wetters litten die „Jay Jay’s Border Jazzmen“, die traditionell am Maifeiertag an der Mühle aufspielen. Der Förderverein des Blasorchesters hatte aber den Wetterbericht genau studiert und die Bühne für die Musiker gleich im Sägewerk aufgebaut.

Von Martin Fahlbusch

Der Mai hatte an seinem Starttag sowas von Ladehemmung, dass die Mitglieder des BOM-Fördervereins verwundert ans Barometer klopften. Doch sie zeigten sich gut vorbereitet. „Irgendwie haben wir das schon kommen sehen und verlegten die Jazz-Matinee in die Mühle“, erzählte Fördervereins-Vorsitzender Bernd Weyring am Rande seines Thekendienstes im trockenen Mühlengemäuer. „Von ein paar arktischen Temperaturen und verirrten Regentropfen lassen wir uns schon gar nicht den Spaß am Swing-, Dixie- und zur Not auch Country-Jazz verderben“, stellte Peter van den Bremen, der Kopf der Jay Jay’s Border Jazzmen, trocken fest. „Wir spielen hier an Metelens Mühle gefühlt schon 100 Jahre am 1. Mai, da machen wir doch 2018 keine Ausnahme“, legte er kurz nach, bevor er sich einem fetzigen „I love Samantha“ widmete.

Zunächst waren ganz Wackere und natürlich die Organisatoren unter sich, aber schon bald tröpfelten immer mehr wetterfeste und positiv denkende Mai-Ausflügler an der Mühle ein. Diese freuten sich über die Wärmepilze, die Abstellplätze für nasse Regenschirme, die bereitgestellten Tische und Bänke und legten im Pendelverkehr zwischen Musik, der Theke des Heimatvereins, Kuchenbüfett und dem wacker aushalternden Ewald Fremann an der Würstchen- und Pommesbude vor den Mühlentoren so mach beschwingten Meter zurück. „Ich steh‘ nicht im Regen, freu‘ mich über die Musik und der Hunger kommt bei den Gästen auch vom Zuhören von ganz allein – und zwischendurch lasse ich meinen Wagen im Takt mitwackeln“, nahm der Pommes-Schmied die diesjährigen Bedingungen mit Humor.

„Nach den Wettermeldungen haben wir gar keine Zelte aufgebaut – auch um uns den Stress beim Abbau mit den nassen Planen zu sparen. Ein paar bunte Scheinwerfer, ein paar wärmende Gasheizer – und zur Not kann man ja auch was Aufwärmendes trinken“, beschrieb Bernd Weyring das Jazz-Frühschoppenkonzept 2018 – in Plagemanns Mühle mit geöffneten Schiebetoren.

Und mit etwas Geduld wurde der Einsatz belohnt. Denn je mehr sich die Wolken im Laufe des späten Vor und frühen Nachmittags verzogen und sogar ein paar Sonnenstrahlen Platz machten, desto mehr Maiausflügler spülte es an die Mühle neben der Vechte und somit in die Arme des BOM-Fördervereins und der Jay Jay’s Border Jazzmen. Entsprechend wurde es vielen noch recht ordentlich warm – obgleich der Mai an seinem ersten Tag ja Ladehemmung hatte . . .



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5703813?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F