Mo., 07.05.2018

Swingin‘ Ladies plus Verstärkung Metelen mag Mambo

Einen schwungvollen und überaus unterhaltsamen Jazzsonntangnachmittag zwischen Mambo und Tangeo erlebten rund 100 begeisterte Zuhörer im Bürgerhaus in Metelen

Einen schwungvollen und überaus unterhaltsamen Jazzsonntangnachmittag zwischen Mambo und Tangeo erlebten rund 100 begeisterte Zuhörer im Bürgerhaus in Metelen Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Da mochte draußen noch so schönes Wetter sein: 100 Metelener ließen sich das Konzert der „Swingin‘ Ladies + 2“ nicht entgehen.

Von Martin FAhlbu

Eigentlich war es ein sonnenverwöhnter Sonntagnachmittag und trotzdem schaute das Sandmännchen im Bürgersaal vorbei. Na ja, nicht wirklich, aber am doppelt besetzten Piano ließen Stephanie Trick und Paolo Alderighi kurz „Mr. Sandmann“ durch den mit rund hundert hellwachen Zuhörern besetzten Saal fliegen.

Fotostrecke: Tango trifft Mambo

Einschlafmusik war das nun wirklich nicht, was das amerikanisch-italienische Tastenehepaar ablieferte, sondern die Stücke hatten feinen Schmiss. Wunderbar ergänzt wurden sie beim KIM-Konzert, das mit „From Mambo to Tango“ schon einiges im Titel versprach, von der singenden und den Double-Bass nicht nur zupfenden, sondern herrlich spielenden Nicki Parrott aus Australien sowie dem Mann für alle Instrumente, die Klappen haben, Engelbert Wrobel.

Letztere haben in Metelen dank des umtriebigen heimischen Jazz-Impresarios Günter Schmeier und seiner Ehefrau Mariele als Mitglieder der „International Swing Allstars“ einen fast heimatlich-familiären Kultstatus – nun also in neuer Mischung als „Swingin‘ Ladies + 2“. Auch ohne Schlagzeug wurde es ein rhythmischer Ritt in einem pfiffig gestalteten Rahmen.

Schmeier war auf die Idee gekommen, das Paar, das nicht nur Tisch und Bett miteinander teilt, sondern sich auch – mal einvernehmlich mal „übergriffig“ – ebenso bei den 88 schwarzen und weißen Tasten verhalten muss, unter besondere Beobachtung zu nehmen. Mit einer Kamera und der Projektion auf eine Leinwand entging den Besuchern nämlich nichts, was da im ehelichen Musikwettstreit so ausgetragen wurde.

Und dann waren da noch der versierte Engelbert Wrobel, der allerfeinst zwischen Astor Piazollas Tangos und „Papa loves Mambo“ stilsicher hin und her switchte. Und nicht zu vergessen die stets charmante Nicki Parrot, die im wahren Wortsinn klassischen Jazzstandards neues Leben einhauchte.

Ganz zum Schluss dann sechs Hände an Klavier, als der Münsteraner Christian Bleiming, der früher mit der höchst fingerfertigen Stephanie Trick in Sachen Boogie-Woogie getourt war, als Überraschungsgast mit „reinhaute“. Fazit: ein herrlicher wachhaltender Nachmittag.



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