So., 13.05.2018

Sophia Stecken regiert die Friduwi-Schützinnen Diesmal hat’s geklappt

Sophia Stecken dirigiert den Spielmannzug – traditionell die erste offizielle Handlung jeder neuen Königin.

Sophia Stecken dirigiert den Spielmannzug – traditionell die erste offizielle Handlung jeder neuen Königin. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Mit dem 159. Schuss machte Sophie Stecken dem Vogel der Friduwi-Frauen den Garaus und sich damit zur Regentin des Damenschützenvereins. Schon in den vergangenen Jahren hatte die heute 25-Jährige angelegt, musste aber anderen den Vortritt lassen. In diesem Jahr traf sie – und feierte mit den Schützenschwestern bis in die Nacht hinein.

Von Dorothee Zimmer

Es war am Samstag nicht das erste Mal, dass Sophia Stecken sich anschickte, bei den Friduwi-Frauen den Schützenthron zu erklimmen. Schon in den letzten Jahren hatte sie mit dem Gedanken geliebäugelt, aber stets kam ihr eine andere Schützenschwester zuvor. Dieses Mal jedoch machte das Schützenglück bei ihr Station: 158 Schüssen hatte der Vogel widerstanden, bevor die 25-Jährige von der Schlesierstraße ihn im Gemeindewald niederstreckte.

Fotostrecke: Schützenfest 2018 der Friduwi-Schützinnen

Nach gut zweistündigem Wettkampf stand somit um 16.45 Uhr die Nachfolgerin von Eva Lütje fest. Die neue Königin nahm freudestrahlend die vielen Glückwünsche, anerkennenden Worte und herzlichen Umarmungen entgegen, nachdem die Vorsitzende Claudia Epping-Sunder ihr Schärpe und Königinnenkette verliehen hatte.

Auf die Frage, was es für sie bedeute, Königin zu sein, sagte Stecken: „Das macht einfach Spaß, und man kann mit Freunden feiern.“ In besonderem Maße ließ sie Kathrin Prange und Britta Krude an ihrem Erfolg teilhaben, denn sie ernannte die beiden zu Ehrendamen.

Davon, dass die einjährige Amtszeit vor allem mit viel Freude einher geht, berichtete die „alte Königin“ Eva Lütje: „Das letzte Jahr war einfach atemberaubend schön.“ Neben Sophia Stecken hatten weitere Frauen versucht, sich ebenfalls in emotionale Höhen dieser Art zu katapultieren. Da war zum Beispiel Bianka Brüning, die hin- und hergerissen war zwischen Schießen und Nichtschießen. „Ich würde ja wohl wollen“, sagte sie, „aber mehrere Gründe sprechen in diesem Jahr dagegen. Lieber wäre mir nächstes Jahr.“ Dennoch trieb es sie immer wieder ans Gewehr: „Schießen macht einfach Spaß.“

Auch Steffi Edler hätte sich vorstellen können, den Vogel abzuschießen, obwohl sie laut eigener Aussage wenige Tage zuvor noch anderer Meinung gewesen sei.

Nicht in Frage kam die Sache in diesem Jahr für Vorstandsmitglied Christiane Winkelhues, obschon Tochter Lynn die Angelegenheit befürwortete. „Mama, mach noch ein Mal, bitte“, rief die Achtjährige ihrer Mutter nach einem erfolgten Schuss und zu einem Zeitpunkt zu, wo der Vogel noch fest auf der Stange saß. Aber Winkelhues, die vor Lynns Geburt schon mal Königin gewesen war, schüttelte energisch den Kopf.

Ein offizieller Akt, der der neuen Königin der Friduwi-Frauen als erstes zufällt, ist das Dirigieren des begleitenden Musikzuges. Und so fand auf dem Schützenplatz im Gemeindewald genau damit ein vorläufiges Ende, was mit der Kranzniederlegung und dem Antreten von rund 100 Frauenschützen am frühen Nachmittag auf dem Marktplatz begonnen hatte. Kräftig weitergefeiert wurde abends im Zelt an Plagemanns Mühle.



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