Di., 22.05.2018

Anradeln von Heek nach Metelen Per Fiets die Region neu entdecken

Von Heek nach Metelen führte die Anradeltour am Pfingstmontag. Zwischendurch konnten die Teilnehmer an verschiedenen Stationen eine kleine Rast einlegen und ihre Weiterfahrt planen.

Von Heek nach Metelen führte die Anradeltour am Pfingstmontag. Zwischendurch konnten die Teilnehmer an verschiedenen Stationen eine kleine Rast einlegen und ihre Weiterfahrt planen. Foto: Irmgard Tappe

Metelen - 

Am Pfingstmontag trafen sich bei schönstem Wetter zahlreiche Teilnehmer zum Anradeln von Heek nach Metelen. An verschiedenen Stationen konnten die Pedalritter eine Pause einlegen.

Von Irmgard Tappe

„Das war lecker“, stellt der Mann mit dem Strohhut nach dem Genuss einer Quiche fest. Mit seiner Frau und zwei weiteren Paaren macht er am Pfingstmontag mit beim Anradeln – einer „grenzübergreifenden“ Radfahreraktion mit 14 verschiedenen Stationen. Die sechs sind in Heek losgefahren und möchten nun ihre Nachbargemeinde Metelen näher kennenlernen. Das sei ja auch der Sinn dieser Aktion, die in Heek am Pfingstmontag Tradition habe. Jedes Jahr kooperiere man mit einer anderen Nachbargemeinde, erzählen sie während einer Rast im Biergarten des Heidecafés. „Als Nächstes fahren wir in den Ort und schauen uns Plagemanns Mühle an“, überlegen sie.

Drinnen im Heidecafé stempelt Inhaber Gerald Grotenhuis die Routenkarte ab. Diese dient den Teilnehmern als Nachweis für eine Verlosung, bei der Bedingung ist, dass alle sechs Stationen angefahren wurden.

Unzählige Frauen, Männer und Kinder sind an diesem sonnigen Pfingstmontag bei der Anradeltour unterwegs. Zur Wahl stehen eine 28 Kilometer und eine 38 Kilometer lange Strecke. „Wir nehmen natürlich die längere Route. Mit dem E-Bike ist das ja kein Problem“, sagt Franz Laurenz, der mit seiner Frau „en Tour“ ist. Auf jeden Fall möchte sich das Metelener Ehepaar die Burg „Hohes Haus“ in Heek ansehen. Und die Kornwassermühle in Nienborg. „Aber jetzt ist erst mal Zeit zum Mittagessen. Das werden wir uns beim Partyservice Fremann schmecken lassen“, entscheidet Franz Laurenz, rückt seinen Fahrradhelm zurecht und schwingt sich aufs E-Bike.

Fotostrecke: Anradeln in Metelen und Heek 2018

Es gibt aber auch Radfahrer, die ausschließlich mit der Muskelkraft ihrer Beine in die Pedalen treten. Wie zwei Ehepaare aus den Ahauser Ortsteilen Wüllen und Wessum. Dass sie die große Runde fahren, ist für die vier selbstverständlich. Obwohl sie zuvor bereits von ihrem Wohnort aus zum Treffpunkt in Heek geradelt waren, wie Irmgard Feldkamp erzählt. „Und jetzt werden wir erst einmal ins Kreative Bauernstübchen gehen. Da soll der Kuchen so gut schmecken.“

An allen 14 Stationen werden kleine Gaumenfreuden angeboten. „Bei uns waren die Mini-Burger mit Hähnchenfleisch der Renner“, sagt Gitti Sönksen, Inhaberin der Gaststätte „Irrlicht“. Das Anradeln sei auch aus Sicht der örtlichen Gastronomie eine tolle Aktion, um auf sich aufmerksam zu machen.

Auf dem Weg zum Ferienhof Herdering in der Bauerschaft Samberg schauen einige Radfahrer irritiert auf ihren Plan. „Da sind überhaupt keine Straßennamen und Hausnummern vermerkt. Und auf die Beschilderungen kann man sich auch nicht immer verlassen, Denn die wurden an einigen Stellen sogar abgerissen“, meint ein Teilnehmer dieser Heeker Gruppe. Zum Glück kommt ein Ortskundiger vorbei und weist den Radfahrern den Weg.

Der Ferienhof lockt Familien mit Kindern. „Weil das Ponyreiten so viel Spaß macht“, sagt der kleine Hendrik und schwingt sich auf ein Pony namens Putzi.

Insgesamt trifft die Anradel-Aktion den Nerv der Teilnehmer. „Es ist eine wunderbare Strecke. Und bei so einer Radtour wird einem bewusst, welch schöne Ecken das Münsterland zu bieten hat“, bringt es eine Frau auf den Punkt.



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