Di., 22.05.2018

Ausstellung von Werken des Künstlers Marcel Häkel Einer, der alles selbst macht

Mittelpunkt der neuen Ausstellung mit Werken von Marcel Häkel ist unter anderem das Gemälde „Der rote Faden I“.

Mittelpunkt der neuen Ausstellung mit Werken von Marcel Häkel ist unter anderem das Gemälde „Der rote Faden I“. Foto: Samuel Beutler

metelen - 

Marcel Häkel stellt einen Teil seiner Werke derzeit in der Kulturetage Metelen aus. Häckel ist Mitbegründer der Künstlergruppe KGW, lebt und arbeitet in der Kunstkirche Josefshaus in Wettringen

Es gibt Menschen, die begreifen die Welt, indem sie sie mit eigenen Händen auseinanderbauen und wieder neu zusammensetzen. Der Wettringener Künstler Marcel Häkel gehört zu dieser Sorte Mensch und Künstler.

Das eigene Auto, ein alter Fiat, komplett auseinandergenommen, restauriert, wieder zusammengebaut, und er funktioniert besser als vorher. Fotos machen – aber nur mit einer selbstgebauten Kamera. Um ein Bild seiner früheren Heimat (Soest) zu malen, sammelte er Steine und Erde, um daraus Ölfarbe anzureiben. Seine bereits ausgereifte Zeichentechnik entwickelt er immer weiter.

Der gelernte Automechaniker und Gärtner taucht – im Wortsinn – häufig mit den Händen in seine Arbeit ein, verliert sich, am liebsten mit großem Aufwand!“, in einer Art Detailversessenheit in Dingen, die manchmal erst nach langem Prozess ein abgeschlossenes Kunstwerk bilden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wenn ich ein großes Bild malen will, dann nehme ich zuerst Hammer, Nägel und Schrauben und baue mir eine passende Staffelei!“ Menschen aus Westfalen sagen über ihn: „Der is´n ganzn Tach am Wärken“. Für Marcel Häkel gehören die Vorbereitung und die Art und Weise der Umsetzung mit zum Kunstwerk.

„Einerseits den Spieltrieb der Kindheit aufrecht erhalten, ihm freien Lauf lassen und dabei gleichzeitig der Erwachsene sein, der alles sortiert und einordnet. Das ist der schmale Grad auf dem ich mich als Künstler bewegen muss, um handwerkliche Arbeitsprozesse in künstlerischen Ausdruck zu überführen“, beschreibt Häkel seinen Ansatz.

Zurzeit sind einige seiner Arbeiten in der Kulturetage Metelen zu sehen. Mittelpunkt der Ausstellung ist das Gemälde „Der rote Faden I“. Der Blick auf den roten Faden im Leben und die darauf gerichtete Frage, ob denn die Neugierde und der damit verbundene Zauber der Kinderzeit bei aller Beherrschung und Ordnung noch im einen sind. Neben Zeichnungen und Ölgemälden ist außerdem eine Installation zu sehen.

Häckel ist Mitbegründer der Künstlergruppe KGW, lebt und arbeitet in der Kunstkirche Josefshaus in Wettringen. Informationen die Künstlergemeinschaft gibt es auf der Internetseite www.kgw.st/mh.

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Die Ausstellung in der Kulturetage, Wettringer Straße 2, ist bis zum 14. Juni zu sehen. Geöffnet ist sie werktags von 10 bis 12 Uhr zusätzlich montags und mittwochs von 15 bis 17.30 Uhr. Weitere Besichtigungstermine können unter Telefon  0173 / 26 94 511 vereinbart werden. Der Eintritt ist kostenlos.   | www.kulturetage-metelen.de



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