Mi., 23.05.2018

Dorfinnenentwicklungskonzept zum Thema „Wohnen, Gebäude, Ortsbild“ Zukunft nachhaltig mitgestalten

Zahlreiche Bürger brachten beim Workshop zum Dorfinnenentwicklungskonzept ihre Ideen mit ein.

Zahlreiche Bürger brachten beim Workshop zum Dorfinnenentwicklungskonzept ihre Ideen mit ein. Foto: Irmgard Tappe

Metelen - 

Bürgerbeteiligung ist das A und O bei der Entwicklung eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes. Am Dienstagabend die zweite Phase mit dem Schwerpunktthema „Wohnen, Gebäude, Ortsbild“ gestartet. Wert legten die Bürger auf eine nachhaltige Zukunft.

Von Irmgard Tappe

Bis Ende 2018 müssen die beteiligten Kommunen ihr Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) vorlegen. Auch die Gemeinde Metelen zählt zu den Teilnehmern. Zurzeit stricken die Bürger eifrig an einem Muster, das auf Nachhaltigkeit angelegt ist und den Ort fit machen soll für die Zukunft. Denn Bürgerbeteiligung ist das A und O bei diesem Projekt. Gefördert wird es vom Land Nordrhein-Westfalen, mit dem Ziel, den ländlichen Raum zu stärken.

Dass es den Metelenern nicht an Ideen mangelt, haben sie bereits bei der Auftaktveranstaltung im April 2018 bewiesen. „Nun müssen wir schauen, was wir davon umsetzen können, und wie wir es in den nächsten Jahren angehen“, erklärte Bürgermeister Gregor Krabbe, als er die Teilnehmer im Alten Amtshaus willkommen hieß. Dort startete am Dienstagabend die zweite DIEK-Phase mit dem Schwerpunktthema „Wohnen, Gebäude, Ortsbild“.

Das beauftragte Institut für Regionalmanagement (IFR) hatte, angelehnt an die Vorschläge der Bürger, verschiedene Ziele ausgearbeitet. Unter anderem liegt den Metelnern eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Ortskern am Herzen. Da gilt es, vorhandene Plätze gestalterisch aufzuwerten. Im Fokus stehen die Bereiche Sendplatz, Alte Grundschule, Mühlenmuseum, Busbahnhof, Alter Friedhof, historische Achse von Stifts- und Kirchstraße sowie Pastorat und Alte Post.

Auch die Wohnqualität in der Vechtegemeinde sollte nach Meinung der Bürger stimmen. Jungen Familien etwa möchten sie einen Anreiz zum Eigenheim schaffen und gleichzeitig alte Wohngegenden lebendig halten. Einige Teilnehmer regten an, das Förderprojekt „Jung kauft Alt“ mit einzubeziehen. Im Zuge des demografischen Wandels könnten sich die Metelener außerdem den Umbau vorhandener Gebäude zu Mehrgenerationenhäusern vorstellen. Darüber hinaus möchten sie Senioren eine Chance bieten, möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden zu leben.

„Welche Vorhaben sind sinnvoll und machbar? Und was sind die nächsten Schritte zur Umsetzung?“, das waren die Fragen, die nun im Raum standen. Jens Steinhoff vom Büro IFR forderte die Besucher der Bürgerwerkstatt auf, entsprechende Vorschläge schriftlich zu formulieren und an die Stellwände zu heften.

Den Trend der Zeit ins Auge gefasst, schlugen die Werkstatt-Teilnehmer unter anderem mehr kleine Wohneinheiten für Singles, Alleinerziehende und ältere Menschen vor. Bedarfsorientiert geplant, flexibel, bezahlbar und mit Dienstleistungsangeboten kombinierbar sollte dieser zukunftsfähige Wohnraum sein. „Ehemalige Einzelhandelsflächen zu Wohnraum umstrukturieren“ war eine weitere Anregung.

Auch zur Umgestaltung der ortsbildprägenden Plätze und Gebäude hatten die Bürger etliche Schönheitstipps. Das würde außerdem Touristen anlocken. Und damit diese etwas länger in der Vechtegemeinde verweilen, müsste in Ortsnähe ein Wohnmobilstellplatz geschaffen werden.

Es floss eine Fülle von Ideen und Visionen rund ums Thema des Abends. Äußerst lebhaft diskutierten die Bürger die einzelnen Punkte. Alles lässt sich natürlich nicht umsetzen. Deshalb forderte Steinhoff alle auf, sich über Prioritäten Gedanken zu machen. Und bei einigen Gebäudeideen müssten auch die Eigentümer mit ins Boot geholt werden. Es steht nun die Kommunikation mit verschiedenen Zielgruppen an.

Zum Thema

Die nächste Bürgerwerkstatt zum Thema „Wohnen, Gebäude, Ortsbild“ findet am 3. Juli (Dienstag) statt. Dann sollte das Konzept weiter gereift sein und vollendet werden.



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