Do., 24.05.2018

DIEK – die Zweite: „Gemeinschaft, Wirtschaft und Versorgung, Freizeit und Kultur Vitale Orte für einen vitalen Ortskern

Die Teilnehmer des Bürgerworkshops waren mit Feuereifer bei der Sache und hatte viele Ideen für die Weiterentwicklung des Dorfkerns in Sachen Wirtschaft, Gemeinschaft, Versorgung, Freizeit und Kultur.

Die Teilnehmer des Bürgerworkshops waren mit Feuereifer bei der Sache und hatte viele Ideen für die Weiterentwicklung des Dorfkerns in Sachen Wirtschaft, Gemeinschaft, Versorgung, Freizeit und Kultur. Foto: Sabine Sitte

Metelen - 

Ideen und kreative Visionen brachten die Bürger beim zweiten Workshop zur Dorfinnenkernentwicklung mit ein. Diesmal standen die Themen Wirtschaft, Gemeinschaft, Versorgung, Freizeit und Kultur auf der Tagesordnung.

Von Sabine Sitte

Bürgerwerkstatt, die Zweite: Metelen soll attraktiver werden! Viele konkrete Ideen und kreative Visionen bereicherten Teil zwei der Veranstaltungsreihe im Rahmen des Handlungskonzeptes zur Dorfinnenentwicklung (DIEK). Thema am Mittwochabend: „Gemeinschaft, Wirtschaft und Versorgung, Freizeit und Kultur“.

Die Teilnehmer waren gut vorbereitet und mit Feuereifer bei der Sache. Zum Schluss hingen an den Stellwände handbeschriebene Karteikarten und mit gelben Klebepunkten markierte die Favoriten unter allen Ideen. Zuvor hatte Jens Steinhoff vom Planungsbüro IFR den aktuellen Stand der Dinge im Dorf und das Potenzial zur Entwicklung zusammengefasst. Unter anderem im Fokus: „Vitale Orte für einen künftig vitalen Ortskern“, Angebote für Jugendliche, junge Familien und Senioren, die Attraktivität des Ehrenamtes zu stärken, Standortmarketing und Digitalisierung, die Einbindung der Landwirtschaft in die Direktvermarktung und der Ausbau einer Freizeitinfrastruktur.

„In Metelen sind schon viele gute Ideen und Prozesse am Start“, so Bürgermeister Gregor Krabbe. Die gelte es zu bündeln und zu priorisieren. Bewährtes solle erhalten bleiben, ergänzte Jens Steinhoff. Wie die Gemeindefeste: „Hegen und pflegen Sie Ihre Ortsfeste. Das ist sehr viel wert und schweißt zusammen.“

Ein wichtiger Punkt in der Diskussion, denn die Werbegemeinschaft des Ortes löst sich zum Spätsommer auf und eine Lösung für die künftige Organisation verschiedener Marketingaktivitäten muss her. Auch in der Frage, wie das Bürgerhaus weiter genutzt werden könne, ob ein Abriss oder Umbau sinnvoll wäre oder leerstehende Gebäude für Veranstaltungen infrage kämen, stand kontrovers im Raum.

Für Steinhoff ein Zeichen, dass hier aktive Recherche notwendig ist. Vorerst mit einer Bedarfsanalyse samt aktuellem Belegungsplan. Konkrete Ideen gibt es in den Bereichen Freizeit und Kultur: ein WLAN-Angebot, eine Gemeinde-App, Pflege von Rad- und Reitwegen, die Verschönerung des Bahnhofsrastplatzes oder die Belebung des Wallweges als historische Wanderroute. „Ein besonderes touristisches Ziel“, so Steinhoff, denn hinter jeder Vision stünde auch die Überlegung: Ist das machbar und möglich? Gibt es einen Mehrwert für Metelen?

Das tat der Kreativität der Teilnehmer keinen Abbruch: Ob es in einigen Jahren eine Jogging-App, eine weitere Vechte-Brücke, Minigolf am Mühlengelände oder einen Campingstellplatz auf dem ehemaligen Schwimmbadgelände geben wird, ist längst noch Zukunft. Wichtig sei, so Steinhoff, wenn der Gast oder der Bürger über Metelen sagen könne: „Da möchte ich hin, da ist es toll.“

Nur der Gedanke einer erweiterten Café-Gastronomie im Ortskern stieß noch auf Widerstand, denn, so der Tenor: „Erst muss das Tempolimit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt sein.“



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