Do., 07.06.2018

Hightech-Installationen für alle Klassenräume Kilometerweise Kabel für die Tafeln

Hier schlägt künftig das elektronische Herz der Grundschule. Sämtliche Installationen des Hauses laufen in den Kellerräumen zusammen. Bereits aufgestellt ist der mannshohe Serverschrank, von dem aus die Datenleitungen zu den Klassenräumen führen.

Hier schlägt künftig das elektronische Herz der Grundschule. Sämtliche Installationen des Hauses laufen in den Kellerräumen zusammen. Bereits aufgestellt ist der mannshohe Serverschrank, von dem aus die Datenleitungen zu den Klassenräumen führen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Der Neubau und der Umbau der Gebäude am künftigen Standort der Grundschule machen Fortschritte. Architekt Karlo Tewes ist gefordert, die einzelnen Gewerke zu koordinieren. Nur dann, wenn es zu keinen Komplikationen kommt, ist der Umzugstermin im Herbst zu halten.

Von Dieter Huge sive Huwe

Sechs Firmen sind an diesem Tag auf der Baustelle der neuen Grundschule bei der Arbeit. Elektriker, Fensterbauer und sogar schon der Maler geben sich die Klinke in der Hand. Allerdings nur sprichwörtlich, denn Türen gibt es zumindest im Neubau noch nicht. Dieser ist der Rohbauphase allerdings längst entwachsen, und beim Blick in die neuen Klassen- und Funktionsräume wird schnell deutlich, dass vor allem die Installationen deutliche Fortschritte gemacht haben.

Fotostrecke: Besuch auf der Baustelle der Grundschule

Auf dem Fußboden verlaufen armdicke isolierte Rohre für Warm- und Kaltwasser und die Heizung. An letztere wird, wenn der Estrich eingebaut ist, auch die Fußbodenheizung angeschlossen, die im Neubautrakt für wohlige Wärme sorgen soll.

Beim Blick nach oben auf die noch unverkleideten Decken fallen die breiten Kabelkanäle auf, die sich an den Flurseiten durch die Klassenräume ziehen. Auf ihnen liegen neben den Leitungen für die Elektroinstallation auch kilometerlange Kommunikationskabel. „Wir werden in sämtlichen Klassen moderne, elektronische Tafeln haben“, schaut Architekt Karlo Tewes auf die Ausstattung der künftigen Unterrichtsräume. Von den i-Dötzchen bis hin zu den Viertklässlern werden die Schüler künftig an digitalen Tafeln geschult. Die grünen Modelle, auf denen mit Kreide geschrieben wurde, haben in der neuen Schule ausgedient. Ebenfalls mit Steckdosen-Öffnungen gespickt sind die Lehrer-Arbeitsplätze in den Klassenräumen. Daneben führen die Datenleitungen auch zu Computerarbeitsplätzen für die Schüler.

„Da wird sicherlich mehr verbaut als das, was wir hier im Rathaus haben“, ist sich Fachbereichsleiter Andreas Joost sicher. Er informierte auf Anfrage dieser Zeitung hin auch, dass nach Abschluss der Arbeiten sämtliche Klassenräume mit neuem Mobiliar ausgestattet werden.

Doch bis dies soweit ist, haben die Handwerker noch einiges vor sich. Architekt Tewes Aufgabe ist es auch, deren Arbeiten zu koordinieren. Keine leichter Job angesichts einer brummenden Konjunktur, in denen Handwerker gefragt sind wie selten zuvor. So sind die Putzer in dieser Woche im Obergeschoss des Neubaus bei der Arbeit. Nach dem Wochenende soll dann das Erdgeschoss folgen. „Bis dahin müssen dort aber die Elek­tro- und Datenleitungen liegen“, schaut Tewes auf die gefrästen, teils aber noch leeren Schlitze im Mauerwerk.

Was dort verlegt wird, endet im Serverraum der neuen Schule in einem der Keller. Hier laufen sämtliche Datenleitungen zusammen, hier befinden sich auch die Hausanschlüsse. Die Elektro-Zuleitung ist armdick. „Und das hier ist nur eine Grundschule“, verweist der Architekt auf die Leistungsfähigkeit, die heute verlangt wird.

Und der Zeitplan? Denn schließlich müssen, nachdem Putz und Estrich trocken sind, unter anderem noch die Böden verlegt werden und der Maler seine Arbeit machen? „Das ist schon sportlich“, erklärt der Architekt inmitten der umherwuselnden Handwerker auf der Baustelle. Der Umzug in den Herbstferien sei zu halten, wenn die Taktung der Gewerke sowohl im Neu- wie im Altbau wie geplant funktioniert und nichts Unerwartetes dazwischen kommt. Tewes spricht´s und weist nach draußen auf eine Fachfirma, die gerade mit Kameras die Grundleitungen untersucht – und dies stand eigentlich nicht auf dem Plan . . .



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