Hightech-Installationen für alle Klassenräume
Kilometerweise Kabel für die Tafeln

Metelen -

Der Neubau und der Umbau der Gebäude am künftigen Standort der Grundschule machen Fortschritte. Architekt Karlo Tewes ist gefordert, die einzelnen Gewerke zu koordinieren. Nur dann, wenn es zu keinen Komplikationen kommt, ist der Umzugstermin im Herbst zu halten.

Donnerstag, 07.06.2018, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.06.2018, 17:16 Uhr
Hier schlägt künftig das elektronische Herz der Grundschule. Sämtliche Installationen des Hauses laufen in den Kellerräumen zusammen. Bereits aufgestellt ist der mannshohe Serverschrank, von dem aus die Datenleitungen zu den Klassenräumen führen.
Hier schlägt künftig das elektronische Herz der Grundschule. Sämtliche Installationen des Hauses laufen in den Kellerräumen zusammen. Bereits aufgestellt ist der mannshohe Serverschrank, von dem aus die Datenleitungen zu den Klassenräumen führen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Sechs Firmen sind an diesem Tag auf der Baustelle der neuen Grundschule bei der Arbeit. Elektriker, Fensterbauer und sogar schon der Maler geben sich die Klinke in der Hand. Allerdings nur sprichwörtlich, denn Türen gibt es zumindest im Neubau noch nicht. Dieser ist der Rohbauphase allerdings längst entwachsen, und beim Blick in die neuen Klassen- und Funktionsräume wird schnell deutlich, dass vor allem die Installationen deutliche Fortschritte gemacht haben.

Besuch auf der Baustelle der Grundschule

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  • Von der Schulhofseite aus betrachtet ist die neue Schule mit ihrem Neubautrakt (l.) und dem Altbau aus Hauptschulzeiten bereits gut erkennbar. Die Putzer haben ihr Silo aufgebaut und die Fensterbauer aktuell ein Gerüst aufgestellt.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Noch fehlt der Estrich im Untergeschoss. Die Versorgungsleitungen für Wasser und die Heizung sind deshalb noch zu erkennen.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • In der neuen Aula wird die große Fensterfront eingebaut. Das großzügig verbaute Wärme- und Sonnenschutzglas verleiht dem großen Raum, an den sich die Mensa anschließt, eine luftige Atmosphäre.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Handwerker arbeiten an der vollverglasten Fassade der Aula.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Im Flur des Obergeschosses sind die Putzer bei der Arbeit.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Architekt Karlo Tewes koordiniert die Arbeiten auf der Baustelle. Das Foto zeigt ihn im Anschlussraum der neuen Grundschule, der sich im Keller befindet.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Hier schlägt künftig das elektronische Herz der Grundschule. Sämtliche Installationen des Hauses laufen in den Kellerräumen zusammen. Bereits aufgestellt ist der mannshohe Serverschrank, von dem aus die Datenleitungen zu den einzelnen Klassenräumen führen.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Jeder Klassenraum bekommt eine elektronische Tafel. Die Elektro- und Datenleitungen liegen bereits und auch hinter dem Lehrer-Arbeitsplatz am Fenster.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Im Kreativhaus der Schule, in dem künftig Musik und Kunst unterrichetet werden, bereitet der Maler bereits alles vor, um die grellorange Wandbemalung mit dem neuen Farbkonzept der Grundschule überzustreichen.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Nicht eingeplant war ursprünglich die Untersuchung der Grundleitungen im Bereich des künftigen Schulhofs. Die Planer wollen so sicherstellen, dass mögliche Schäden erkannt werden, bevor die Pflasterer mit der Arbeit beginnen.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • In die ehemalige Dietrich-Bonhoeffer-Schule wird der OGGS-Bereich der Vitusschule einziehen. Nach dem Abriss des Querbaus wird hier eine neuen Treppenanlage und eine Mauer zum Schulhof hin gebaut. Diese soll unter anderem Regenwasser-Abfluss zum Gebäude hin verhindern.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Verkleidet werden muss noch der eingerüstete Ausbau im Obergeschoss des Neubaus. Im Küchentrakt der Mensa (im Bild unten rechts) fehlen noch die Fenster.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe

Auf dem Fußboden verlaufen armdicke isolierte Rohre für Warm- und Kaltwasser und die Heizung. An letztere wird, wenn der Estrich eingebaut ist, auch die Fußbodenheizung angeschlossen, die im Neubautrakt für wohlige Wärme sorgen soll.

Beim Blick nach oben auf die noch unverkleideten Decken fallen die breiten Kabelkanäle auf, die sich an den Flurseiten durch die Klassenräume ziehen. Auf ihnen liegen neben den Leitungen für die Elektroinstallation auch kilometerlange Kommunikationskabel. „Wir werden in sämtlichen Klassen moderne, elektronische Tafeln haben“, schaut Architekt Karlo Tewes auf die Ausstattung der künftigen Unterrichtsräume. Von den i-Dötzchen bis hin zu den Viertklässlern werden die Schüler künftig an digitalen Tafeln geschult. Die grünen Modelle, auf denen mit Kreide geschrieben wurde, haben in der neuen Schule ausgedient. Ebenfalls mit Steckdosen-Öffnungen gespickt sind die Lehrer-Arbeitsplätze in den Klassenräumen. Daneben führen die Datenleitungen auch zu Computerarbeitsplätzen für die Schüler.

„Da wird sicherlich mehr verbaut als das, was wir hier im Rathaus haben“, ist sich Fachbereichsleiter Andreas Joost sicher. Er informierte auf Anfrage dieser Zeitung hin auch, dass nach Abschluss der Arbeiten sämtliche Klassenräume mit neuem Mobiliar ausgestattet werden.

Doch bis dies soweit ist, haben die Handwerker noch einiges vor sich. Architekt Tewes Aufgabe ist es auch, deren Arbeiten zu koordinieren. Keine leichter Job angesichts einer brummenden Konjunktur, in denen Handwerker gefragt sind wie selten zuvor. So sind die Putzer in dieser Woche im Obergeschoss des Neubaus bei der Arbeit. Nach dem Wochenende soll dann das Erdgeschoss folgen. „Bis dahin müssen dort aber die Elek­tro- und Datenleitungen liegen“, schaut Tewes auf die gefrästen, teils aber noch leeren Schlitze im Mauerwerk.

Was dort verlegt wird, endet im Serverraum der neuen Schule in einem der Keller. Hier laufen sämtliche Datenleitungen zusammen, hier befinden sich auch die Hausanschlüsse. Die Elektro-Zuleitung ist armdick. „Und das hier ist nur eine Grundschule“, verweist der Architekt auf die Leistungsfähigkeit, die heute verlangt wird.

Und der Zeitplan? Denn schließlich müssen, nachdem Putz und Estrich trocken sind, unter anderem noch die Böden verlegt werden und der Maler seine Arbeit machen? „Das ist schon sportlich“, erklärt der Architekt inmitten der umherwuselnden Handwerker auf der Baustelle. Der Umzug in den Herbstferien sei zu halten, wenn die Taktung der Gewerke sowohl im Neu- wie im Altbau wie geplant funktioniert und nichts Unerwartetes dazwischen kommt. Tewes spricht´s und weist nach draußen auf eine Fachfirma, die gerade mit Kameras die Grundleitungen untersucht – und dies stand eigentlich nicht auf dem Plan . . .

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