Fr., 08.06.2018

Neuer Monitor informiert im Eingangsbereich des Rathauses Erneuerbare Energie auf einen Blick

Sie stellten das Dashboard im Foyer des Rathauses vor: Maria Kremer (l.) und Monika Schürmann von Innogy, Metelens Klimamanager Simon Möser (2.v.l.), Bürgermeister Gregor Krabbe (2.v.r.) und Netzplaner Martin Enning.

Sie stellten das Dashboard im Foyer des Rathauses vor: Maria Kremer (l.) und Monika Schürmann von Innogy, Metelens Klimamanager Simon Möser (2.v.l.), Bürgermeister Gregor Krabbe (2.v.r.) und Netzplaner Martin Enning. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Ein Monitor im Eingangsbereich des Rathauses informiert über die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien im Gemeindegebiet. Die Daten dazu liefert Westnetz. Netzbetreiber Innogy installierte das Info-Display, das auch andere Daten und Informationen anzeigen kann.

Von Dieter Huge sive Huwe

Er sieht aus wie ein handelsüblicher TV-Monitor, ist es im Grunde genommen auch, doch Fernsehprogramme werden die Besucher des Rathauses auf ihm vergeblich suchen. Der Monitor – im neudeutschen Sprachgebrauch „Dashboard“ genannt – wurde am Donnerstag offiziell von Vertretern der Gemeindeverwaltung und des Energieunternehmens „Innogy“ vorgestellt.

Letzteres war nicht ohne Grund vor Ort, denn in erster Linie wird der Monitor exakt das anzeigen, was Metelener Privatpersonen und Betriebe tagesaktuell zur Stromversorgung der Kommune mit erneuerbaren Energien betragen.

Am Donnerstagnachmittag, als die Sonne vom Himmel lachte und kaum ein Wölkchen die Einstrahlung behinderte, schlug die Anzeige für den Sonnenstrom entsprechend aus. Da zugleich kein Lüftchen wehte, standen auch die Windkraftanlagen im Ort still – die Skala für Windstrom zeigte den Null-Wert.

„Konstant ist bei uns in jedem Fall die Produktion von Strom aus Biomasse“, erläuterte Martin Enning, Netzplaner in der Betriebsstelle Metelen, der ebenfalls zu der offiziellen Übergabe des Dashboards ins Rathaus gekommen war. Die einzige Anlage ihrer Art in der Gemeinde wird auf dem Hof Konert betrieben.

„Eigentlich versorgt sich die Gemeinde ja bereits heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien“, berichtete Bürgermeister Gregor Krabbe vor Ort. Grund dafür ist unter anderem, dass der Windstrom vom Park auf dem Schöppinger Berg in Metelen ins Netz eingespeist wird.

Das Display im Foyer des Rathauses zeigt indes nur den auf Metelener Grund produzierten Strom an. Martin Enning erläuterte, dass Westnetz aus seinen Leitsystemen heraus die entsprechenden Daten liefert, die dann aufbereitet als Grafiken auf dem Monitor angezeigt werden.

Darüber hinaus sind auch Wetterdaten und die Prognosedaten für Sonnen- und Windstrom in den jeweils kommenden beiden Tagen zu sehen – und Hinweise auf den Finanzier des Dashboards, eben Innogy.

Denkbar ist aber auch, dass künftig auch lokale Veranstaltungen oder Nachrichten – etwa in Form eines Laufbandes wie bei TV-Nachrichtenkanälen – ins Board integriert werden. Auch in Wettringen, wo Innogy ebenfalls einen derartigen Monitor im Rathaus aufgestellt hat, denkt man darüber nach.



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