Sa., 09.06.2018

Eichenprozessionsspinner beschäftigen die Verwaltung Im Gänsemarsch auf Nahrungssuche

Das Vechtepättken wurde an mehreren Abschnitten, wie hier zwischen dem Nordring und der Schlesierstraße, abgesperrt. Hinweisschilder wurden auch an betroffenen Wegeabschnitten und Bäumen aufgehängt.

Das Vechtepättken wurde an mehreren Abschnitten, wie hier zwischen dem Nordring und der Schlesierstraße, abgesperrt. Hinweisschilder wurden auch an betroffenen Wegeabschnitten und Bäumen aufgehängt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Viel zu tun haben derzeit die Mitarbeiter des Ordnungsamtes und des Bauhofs der Gemeinde. Zahlreiche Anrufer melden Vorkommen des Eichenprozessionsspinners im Gemeindegebiet. Warnhinweise müssen angebracht, Wege teils komplett gesperrt werden. Eine Fachfirma entfernt Nester an neuralgischen Punkten. Für die Bürgerschützen-Veranstaltung im Schützenwald wurde Entwarnung gegeben.

Von Dieter Huge sive Huwe

Ihre erste Sichtung war auf dem Kokela-Spielplatz, auf der markanten Eiche, die dort steht. Doch das war nur die Anfang. Im Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung klingeln die Telefone immer wieder in diesen Tagen, und Bürger berichten über Sichtungen des Eichenprozessionsspinners.

„Der beschäftigt uns schon seit anderthalb Wochen“, berichtet Simone Frahling, die das Amt leitet. Der, das ist ein eigentlich sehr unscheinbarer Schmetterling, dessen Raupen aber für den Menschen eine nicht unerhebliche Gefährdung darstellen.

Die feinen Härchen der Tiere können Hautreizungen verursachen. Diese Brennhaare brechen aber auch leicht und werden vom Wind mitunter über weite Strecken abgetrieben. Sie stellen beim Einatmen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Allergiker dar. Auch wenn sich die Raupen im namensgebenden Gänsemarsch auf Nahrungssuche begeben haben, verbleiben hohe Konzentrationen ihrer Brennhaare in den Gespinstnestern an den Bäumen.

Die Gemeinde hatte zunächst einzelne betroffene Bäume mit Flatterband gekennzeichnet. „Mittlerweile gibt es aber so viele Sichtungen, dass wir so nicht mehr weiterkommen“, berichtet Simone Frahling. Ganze Wege wurden als Gefährdungsgebiet gekennzeichnet – so etwa die Radwege auf den ehemaligen Bahntrassen Richtung Heek oder Burgsteinfurt. Es gibt aber auch Sperrungen. Das Vechtepättken zwischen dem Nieporter Esch und dem Vitustor und auch im weiteren Verlauf zwischen dem Nordring und der Schlesierstraße ist ein derartiger Bereich.

Die Kommune hat ein Unternehmen damit beauftragt, die Nester zu entfernen. Wie ein Mitarbeiter dieser Firma gegenüber dieser Zeitung erklärte, werden die Nester abgeflämmt und die heruntergefallenen Tiere eingesammelt.

Besonders gründlich sei auch der Schützenwald untersucht worden, berichtete Simone Frahling mit Blick auf die heutige Veranstaltung der Bürgerschützen. Auch die Schützen selber hätten sich daran beteiligt. Sowohl im vorderen Bereich längs der Zuwegung als auch am Friebaum seien danach keine Nester mehr vorhanden gewesen, so die Ordnungsamtsleiterin.

Simone Frahling geht davon aus, dass in ein, zwei Wochen die Gefährdungslage durch den Prozessionsspinner abnimmt, da dann das Verpuppungsstadium der unscheinbaren Falter beginnt.



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