So., 10.06.2018

„Husch im Busch“: Bürgerschützen feierten 111-Jähriges Treffsicher ohne Kimme und Korn

Iris Heufert (M.) erschoss sich das erste Freibier. Ihre Freundinnen Carina Schlinge (l.) und Astrid Schulze wagten sich beim Preisschießen ebenfalls ans Gewehr.

Iris Heufert (M.) erschoss sich das erste Freibier. Ihre Freundinnen Carina Schlinge (l.) und Astrid Schulze wagten sich beim Preisschießen ebenfalls ans Gewehr. Foto: Sabine Sitte

Metelen - 

Anlässlich ihres 111-jährigen Bestehens hatten die Bürgerschützen in den Schützenwald eingeladen. Das Familienfest mit Schießen auf Styroporscheiben kam besonders bei den Frauen der Schützen und der Metelener Bevölkerung gut an.

Von Sabine Sitte

Gewehrböller im Schützenwäldchen, Jubel bei den Frauen und ein überraschender Sieg beim Preisschießen: Der Bürgerschützenverein hatte am Samstag zum „Husch im Busch“ eingeladen. Zu Musik, Tanz und leckeren Cocktails verzauberten ab der Dämmerung illuminierte Bäume und Sträucher die Umgebung in eine märchenhafte Kulisse.

Fotostrecke: Bürgerschützen: Husch in Busch

„Wir Bürgerschützen sind gern ein bisschen verrückt“, schmunzelte der Vorsitzende Uwe Krude. „Wir feiern jeden Anlass.“ Diesmal die Schnapszahl im Geburtstag: 111 Jahre sind seit der Vereinsgründung vergangen, und das musste gewürdigt werden. Und wie: In ausgelassener Stimmung genossen die Schützen mit ihren Familien und den Metelener Bürgern den warmen Sommertag im kühlen Schatten des kleinen Wäldchens mit einer Hüpfburg für die Kleinen und einem Preisschießen für die Großen.

Anders als beim Königsschießen am Pfingstsonntag war der Wettbewerb für alle ab 16 Jahren freigegeben. Das nutzten vor allem die Frauen und reihten sich in Scharen in die Warteschlange ein. Geschossen wurde mit Holzpellets und Druckluft aus dem langen Gewehrlauf. Ohne Kimme und Korn, aber mit viel Gefühl zielten die Schützen auf die selbst gebastelten Schießscheiben aus Styropor. Zu gewinnen gab es Freibier. Das erste Getränk erschoss sich unter dem Jubel der Damen Iris Heufert. Da bliebe zu überlegen, ob die Frauen bei zukünftigen Schützenfesten nicht auch auf das Federvieh zielen dürften, schmunzelten die Schützinnen in die Runde. Doch den Hauptpreis, ein 20-Liter-Fass Bier, gewann überraschend Bernhard Gatersleben. „Es ist eine Serie“, jubelte der amtierende Schützenkönig des Vereins, der vor drei Wochen bereits den Vogel von der Stange schoss.

Mit beginnender Dämmerung beleuchteten lange Lampionketten über den Tischen mit ihren bunten Lämpchen den Festplatz, und in der Cocktailbar hatten die Shaker jede Menge zu tun. Zur Musik der 70er und 80er Jahre gab es den einen oder anderen ausgelassenen Tanz. „Wir wollten etwas Besonderes“, erzählte Uwe Krude, und das ist den Organisatoren gelungen: Angestrahlt in pinkem, blauem und grünem Neonlicht verwandelten sich mit beginnender Dämmerung Bäume und Blattwerk im Wäldchen in fantasievolle Astgebilde und tauchten den Ort in eine geheimnisvolle Atmosphäre. Zum Abschluss des Abends begeisterten die Metelener „Funny Sticks“ mit ihrer illuminierten Trommelkunst.



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