Do., 21.06.2018

Zirkusprojekt der Grundschule Artisten mit Konzentration und Geschick

In der Manege des Zirkuszelts an Plagemanns Mühle üben die Grundschüler unter Anleitung von Trainer Raimund Frank fleißig für die Aufführungen am Freitag und Samstag.

In der Manege des Zirkuszelts an Plagemanns Mühle üben die Grundschüler unter Anleitung von Trainer Raimund Frank fleißig für die Aufführungen am Freitag und Samstag. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Die Grundschüler des Ortes versuchen sich als Clowns und Artisten: Während des Zirkusprojekts in dieser Woche lernen die Kinder, dass Übung den Meister macht – und sie wollen ihren Eltern und Verwandten in drei Vorstellungen Höchstleistungen zeigen.

Von Dorothee Zimmer

Für die rund 270 Schüler der St. Vitus-Schule steht in dieser Woche eine nicht alltägliche Unterbrechung auf dem Stundenplan. Täglich gehen sie in Gruppen für eine zeitlang auf die andere Straßenseite zu Plagemanns Mühle. Dort steht das Zelt des Zirkus Oskani, in dessen Manege die Jungen und Mädchen unter fachmännischer Anleitung zu kleinen Artisten ausgebildet werden. Das Ergebnis präsentieren sie am morgigen Freitag und am Samstag (23. Juni) in drei öffentlichen Vorstellungen.

Fotostrecke: Schulzirkus

Bei den Proben zeigt sich schnell, dass das Einstudieren verschiedener Kunststücke viel Konzentration erfordert – die Mimik in den Gesichtern spricht Bände. Da vergisst man zuweilen leicht, wozu Trainer Raimund Frank mehrfach auffordert: „Ihr müsst lächeln. Lächeln ist ganz wichtig.“ Der Hinweis wird prompt beherzigt, aber Frank will noch mehr: „Und immer schön nach vorne ins Publikum schauen.“

Darüber hinaus sollen die künstlerischen Darbietungen und nicht zuletzt die Verbeugung formvollendet und – wenn mehrere beteiligt sind – möglichst synchron ablaufen. Im Gesamtpaket ist das also schon eine ambitionierte Sache. Den Schülern macht sie augenscheinlich viel Freude.

„Sicher soll es den Kindern Spaß machen, aber sie sollen sich auch anstrengen“, legt Trainerin Jacqueline Richter Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis. „Schließlich wollen wir kein Larifari abliefern. Sie sollen ihr Bestes geben. Wir vom Zirkus tun das ja auch.“ Richter sagt, die Mitwirkung der Schüler stärke deren Selbstbewusstsein, sie fördere den Zusammenhalt und das Vertrauen untereinander. Und die Anerkennung des Publikums kröne jeden Auftritt und lohne die Anstrengung: „Der Applaus ist das Allerschönste.“

Zu den Programmpunkten zählen laut Richter beispielsweise Clowns, Akrobaten, Fakire, Seiltanz, Cowboys, Jongleure, Kunststücke am Trapez und auf dem Trampolin. Nebenbei lobt sie die Unterstützung mehrerer Eltern beim Aufbau des Zeltes am Sonntag. Beim Abbau wollen viele wiederum zur Stelle sein.

Die Kinder werden lange und gern an dieses Ereignis zurückdenken, ist Ulrike Doths-Brummel überzeugt „Es ist ein tolles Gefühl für sie, sich als Zirkuskünstler vor einem großen Publikum präsentieren zu können“, sagt die stellvertretende Schulleiterin. Ginge es nach den Wünschen der Schule, würde das Projekt alle vier Jahre durchgeführt, so dass jeder Schüler ein Mal in diesen besonderen Genuss käme.

Für die erforderliche Finanzierung hat sich insbesondere der rührige Förderverein stark gemacht. Unter anderem veranstaltete er im Hinblick darauf einen schulischen Sponsorenlauf. Bei den Vorstellungen im Zelt an der Mühle wird er ebenfalls vertreten sein und den Besuchern Würstchen und Getränke anbieten.

Zum Thema

Die Vorstellungen mit einer Dauer von jeweils rund zweieinhalb Stunden finden statt am morgigen Freitag um 17 Uhr und am Samstag (23. Juni) um 11 sowie um 16 Uhr. Im Sekretariat der St.-Vitus-Schule sind noch Restkarten erhältlich. Der Eintritt beträgt für Kinder zwei Euro. Erwachsene zahlen drei Euro.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5836774?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F