Fr., 22.06.2018

Vorgestellt: Klimaschutzmanager Sanierung des Bauhofs ist die erste Aufgabe

Premiere: Simon Möser ist der erste Klimaschutzmanager der Gemeinde. Er kümmert sich im Rathaus um Umweltthemen. Arbeitsschwerpunkt ist aktuell die Bauhof-Sanierung.

Premiere: Simon Möser ist der erste Klimaschutzmanager der Gemeinde. Er kümmert sich im Rathaus um Umweltthemen. Arbeitsschwerpunkt ist aktuell die Bauhof-Sanierung. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Seit April ist er im Amt und seine erste Aufgabe ist eine, welche die Kommune über Jahre vor sich hergeschoben hat: Simon Möser ist Klimaschutzmanager im Rathaus. Die energetische Sanierung des Bauhofs ist das erste Projekt, dem sich der studierte Geograf mit Erfahrung in der Klima-Thematik widmet. Daneben hat er weitere Ideen, um die Kommune klimafreundlicher

Von Dieter Huge sive Huwe

Was hat Metelens maroder kommunaler Bauhof mit Klimaschutz zu tun? Auf den ersten Blick zunächst einmal recht wenig. Doch genau das Klima-Thema ist der Hebel, um das Objekt im Peddenfeld endlich in einen ebenso funktionalen wie umweltfreundlichen Betrieb zu verwandel. Für aktive Maßnahmen zum Klimaschutz gibt es nämlich Fördergelder – und auf diese zielt die Kommune.

Simon Möser, seit April im Rathaus tätig, ist dabei der Türöffner zu der Finanzspritze von bis zu 80 Prozent, mit welcher der grundlegend überarbeitete Bauhof nicht aufgehübscht werden soll, sondern Vorzeigecharakter bekommen wird – wenn denn die Fördergelder wie erhofft fließen. Möser ist der neue Klimaschutzmanager der Gemeinde, der erste seiner Art und ein studierter Fachmann mit Erfahrung in dem Metier.

Geboren in Burgsteinfurt entschloss sich der Industriekaufmann zu einem Geografiestudium, das er mit dem Bachelor-Titel abschloss. Ersten Kontakt mit der Materie gewann er beim Kreis Steinfurt im Rahmen eines Praktikums im Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, wo er ein Carsharing-Projekt betreute. Nach zwei Jahren als Klimaschutzmanager des Rheinisch-Bergischen Kreises zog es ihn nun ins Münsterland zurück.

„Die Bauhof-Sanierung ist meine erste große Aufgabe hier“, schilderte Möser seine Tätigkeit in der Verwaltung. Die Zeit drängt: Für einen NRW-weit ausgelobten Wettbewerb, der einer Förderung vorgeschaltet ist, muss bis Ende Juni eine umfangreiche Skizze erarbeitet werden. Parallel zu Mösers Arbeiten wird ein Sanierungsplan für den Bauhof durch einen Energieberater erstellt. Möglichst energieautark soll er sein. Baustein ist dabei, neben Photovoltaik-Elementen zur Stromgewinnung, auch die Nutzung von Häckselschnitzeln für die Beheizung des Gebäudes. Möser denkt aber bereits über das Objekt hinaus, bringt E-Mobilität für kleinere Fahrzeuge des Bauhofs ins Gespräch.

Parallel zum Bauhof-Projekt sucht Möser das Gespräch mit Anliegern für das Energetische Quartierskonzept des Bereichs innerhalb der einstigen Wallanlagen. Dabei geht er aus dem Rathaus zu den Menschen vor Ort. Am 13. und 20. Juli will er auf dem freitäglichen Wochenmarkt die Anlieger über Möglichkeiten zur energetischen Sanierung ihrer Gebäude informieren. Während der Herbstkirmes ist der 33-Jährige auf einem parallel laufenden Nachbarschaftsfest (27. Juli, 16 bis 20 Uhr) ebenfalls vor Ort.

Ansprechpartner sein, sich vernetzen und das Thema Klimaschutz auch in Kitas und die Grundschule tragen will der neue Mann im Rathaus: „Gerade über die Kinder erreicht man die Erwachsenen sehr gut“, sagt Möser. Ein Beispiel war die Aktion „Klima-Detektive“ Anfang Juni.

Mit im Boot ist der Klimaschutzmanager auch beim Radwege-Projekt „Triangel“ und beim Klimaschutzpreis, den die Kommune und Innogy ausgelobt haben und für den die Bewerbungsfrist noch bis Ende Juli läuft.



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