Fr., 22.06.2018

Jahresbilanz der Uganda-Hilfe Fluchtursachen vor Ort bekämpfen

Der wiedergewählte Vorsitzende der Metelener Uganda-Hilfe, Erich Joost (vorne M.), zusammen mit Pastor em. Johannes Schultewolter (l.) sowie einem Teil des Vorstandes: (v.l.) Thomas Mensing, Rudolf Gehlhaar, Petra von Styp Rekowski und Herbert Hollekamp.

Der wiedergewählte Vorsitzende der Metelener Uganda-Hilfe, Erich Joost (vorne M.), zusammen mit Pastor em. Johannes Schultewolter (l.) sowie einem Teil des Vorstandes: (v.l.) Thomas Mensing, Rudolf Gehlhaar, Petra von Styp Rekowski und Herbert Hollekamp. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Die Metelener Uganda-Hilfe zog jetzt im Rahmen ihres Jahresversammlung Bilanz.

Von Dorothee Zimmer

Bietet sich ihm die Gelegenheit, für Projekte der örtlichen Uganda-Hilfe zu sammeln – Erich Joost ergreift sie gern. Bei einem privaten Grillabend habe neulich jemand gesagt: „Erich, stell doch mal dein Uganda-Sparschwein auf.“ Da hat er sich nicht lange bitten lassen und sich anschließend gefreut: 165 Euro waren drin.

Von diesem „schönen Erlebnis“ berichtete der Vorsitzende am Donnerstag bei der Mitgliederversammlung in der Oase. „Das Geld bekommt der Adrian-Kindergarten.“ Der Ausbau dieser Einrichtung sowie die Unterstützung bei der Anschaffung eines Schulbusses stehen zurzeit im Mittelpunkt. Gesammelt werden die Mittel durch Aktionen des Vereins, unter anderem mit der Beteiligung beim Pfarrfest, beim Leprabasar und auf der Kirmes. Und vor allem auch durch Spenden von Privatpersonen und Gruppen.

Joost berichtete, dass beispielsweise die Sternsinger, die Kolpingfamilie, ein Zahnarzt und ein Förderkreis aus Ahaus die Uganda-Hilfe unterstützt hatten. „Mein Dank gilt jedem Spender, jedem Besucher, der unsere Angebote wahrnimmt und jedem Helfer, der uns beim Aufbau der Stände und bei der Durchführung der Aktionen hilft. Die Dankbarkeit und Freude der Menschen in Uganda sind eine schöne Belohnung dafür.“

Im vergangenen Jahr betrug die Spendenhöhe laut Joost rund 46 900 Euro, seit Beginn im Jahre 1992 summiert sich die Summe auf rund 632 700 Euro. Lediglich 0,28 Prozent fielen für den Verwaltungsaufwand an.

Pastor Thomas Stapper würdigte den „tollen Einsatz“ der Mitglieder. „Asyl und Flucht sind zurzeit in aller Munde. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe, damit bekämpfen Sie Fluchtursachen und machen es möglich, dass Menschen sich in ihrer Heimat eine Existenz aufbauen können.“ Weiter sagte Stapper: „Ihre Unterstützung kommt Menschen zugute, die sehr darauf angewiesen sind. Ganz entscheidend tragen Ihre Liebe und Ihr Herzblut dazu bei.“

Über die Kassengeschäfte setzte Herbert Hollekamp die Versammlung ins Bild. Kassenprüferin Petra von Styp- Rekowski hatte zusammen mit Maria Schlieben die Unterlagen gesichtet und keine Beanstandungen gehabt, woraufhin der Vorstand entlastet wurde.

Erich Joost bekleidet nach einstimmigem Votum weiterhin das Amt des Vorsitzenden, auch Herbert Hollekamp wurde als Kassierer mit gleichem Resultat bestätigt. Die Mitglieder kamen überein, im kommenden Jahr konkret nach Möglichkeiten zu suchen, die den Vorstand entlasten könnten.

Neue Mitglieder sind höchst willkommen, so eine allseits geäußerte Hoffnung, weiterhin steht die nötige Reparatur der Verkaufsbude an. Der nächste Einsatz ist die Kirmes Ende Juli. Über allem schwebt der Gedanke, den Joost am Ende mit auf den Heimweg gab: „Als Christen sind wir gefordert, dem Nächsten – und das ist auch der Fremde – zu helfen und ihn zu unterstützen.“



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5841061?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F