Mo., 25.06.2018

Orgeltag in der evangelischen Kirche Die Königin der Instrumente

Ziehen beim Orgeltag gemeinsam alle musikalischen Register: (v.l.) Jacob Philipps (Saxofon), Detlev Grimm und Cornelius Breulmann (Orgel).

Ziehen beim Orgeltag gemeinsam alle musikalischen Register: (v.l.) Jacob Philipps (Saxofon), Detlev Grimm und Cornelius Breulmann (Orgel). Foto: Norbert Hoppe

Ochtrup - 

Große Töne aus einer kleinen Orgel hörten die zahlreichen Besucher, die am Sonntag auf der Orgelbühne in der evangelischen Kirche einem Vortrag und musikalischen Beispielen lauschten. Anlässlich des ersten Orgeltages der evangelischen Landeskirche hatte die Kirchengemeinde eingeladen, die Königin der Instrumente einmal näher kennen zu lernen.

Von Norbert Hoppe

Dass es auf der Orgelbühne eng wurde, zeigte das große Interesse an dieser Veranstaltung, über das sich auch Pfarrerin Imke Philipps freute.

Detlev Grimm, Organist der Kirchengemeinde, schilderte zunächst in einer Präsentation die Geschichte des Orgelbaus. So erfuhren die dicht gedrängt sitzenden Besucher, in welcher Weise sich die Antriebe der Orgel im Laufe der Jahrhunderte verändert hatten. Mit Pumpen, Katapulten, Hydraulik und Wasserkraft wurde der nötige Wind in die Pfeifen geblasen, während heute ein Elektromotor diese Aufgabe übernehme, informierte Grimm in seinem Vortrag.

Erst im Mittelalter fand die Orgel den Weg in die Kirchen. Sie ist bis heute das wichtigste Instrument der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste. Eine der ältesten spielbereiten Orgeln in Westfalen stehe in einer Kirche in der Nähe von Soest und stamme aus dem 15. Jahrhundert, berichtete Detlev Grimm.

Die Informationen über die Register einer Orgel mit ihren vielen Facetten der Klangfarben wurden in mehreren Beispielen vorgestellt. Cornelius Breulmann ist seit mehr als einem Jahr Orgelschüler. Er spielte den Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, der mit moderater Lautstärke daherkam. Als Detlev Grimm jedoch alle Register des Hauptwerkes zog und einige Auszüge aus einem Orgelwerk spielte, wurde es richtig laut auf der kleinen Bühne. „Das Register ist für den Aufbau der Klänge zuständig und erfordert vom Organisten jedes Mal die Überlegung, welche Töne er einsetzen will“, berichtete Detlev Grimm aus seiner Erfahrung als Kirchenmusiker.

Im Zusammenspiel mit einem Saxofon, das Jacob Philipps gut beherrschte, zeigte sich, wie ausgezeichnet sich diese beiden Instrumente ergänzen. Als dann noch die Besucher das „Halleluja“ mit musikalischer Unterstützung sangen, war eine ganz besondere Atmosphäre auf der Orgelbühne zu spüren. Mit dem Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“ endete ein gelungener Beitrag zum evangelischen Orgeltag.



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