Do., 05.07.2018

Bürger diskutieren über „vitalen Ortskern“ Ellenlange Themenpalette

Im Alten Amtshaus machten sich Bürger Gedanken über die Entwicklung des Ortskerns.

Im Alten Amtshaus machten sich Bürger Gedanken über die Entwicklung des Ortskerns. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Wie kann der Ortskern belebter werden? Mit diesem vielschichtigen Thema beschäftigte sich ein Workshop im Rahmen des DIEK-Prozesses. Eindeutige Ergebnisse gab es nach dem Treffen nicht.

Von Martin Fahlbusch

Die zweite Runde des Bürgerworkshops „Vitaler Ortskern“ im Rahmen der Überlegungen zum Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) endete am Dienstagabend im Alten Amtshaus wie die gewählte Sitzordnung: offen.

Das lag unter anderem an der Fülle von Themen, die man im bisherigen Arbeits- und Sammlungsprozess notiert hatte. Sie wurden von Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmangement, welches das gesamte Projekt begleitet, zusammengefasst in einer Präsentation vorgestellt.

Allein schon die Unterteilung des Themas „Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, öffentliche Plätze und Wege“ hatten im bisherigen Arbeitsverlauf für eine ziemlich überbordende Stoffsammlung gesorgt.

So musste die Diskussion einen Spagat versuchen, der nicht unbedingt gelang. Einerseits wollte man konkrete Maßnahmen bündeln, geriet aber in vielen Fragen wieder ins Grundsätzliche. So etwa beim Dilemma zwischen intensiver Landwirtschaft im Umfeld von Metelen und der Hoffnung auf ein vielfältiges regionales Produktangebot, das man im Vechtestädtchen als Mittel nutzen könnte, um Kunden in den Ort zu locken. Auch die Forderung einen möglicherweise weiteren Vollsortimenter ins Ortszentrum zu holen, scheiterte an vorliegenden Kaufkraftstudien.

Selbst der Blick auf die Veränderung der innerörtlichen Wohnsituation mit der Tendenz zum Mehrgenerationenwohnen in energetisch saniertem Wohnangebot drohte in einer Sackgasse zu landen, wenn man die notwendige fachliche Unterstützung nur kommerziellen Gruppen überließe.

Andererseits wurde von Markus Parac vom der Agentur „energieberater“ ein nachvollziehbares Aktionsmodell vorgestellt. Dieses will im laufenden Quartiermanagement-Projekt mit einem Informationsstand während der Kirmes (27. Juli ab 16 Uhr) die energetischen Problemfälle im Ort anschaulich machen und Beratung anbieten.

Letztlich – und das machte Jens Steinhoff als Moderator in der Vielthemen-Diskussion mehrfach deutlich – wird sich entscheiden, ob sich „jemand (und das kann und soll nicht immer die Gemeinde sein) den Hut aufsetzt“, eine der vielen zusammengetragenen Ideen mit anderen konkretisiert und praktische Umsetzung vorantreibt. Die Stichworte reichen von Sendplatz-Umgestaltung, Pastoratsgelände über eine neue Aufteilung des Busbahnhofs bis zur Belebung des Radtourismus und der Gastronomie.



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