Sa., 07.07.2018

DIEK-Workshop zum Thema Netzwerk für den Ort Marketing-Lücke schnell schließen

Bodo Ehling vom Marketingverein Velen-Ramsdorf referierte.                  

Bodo Ehling vom Marketingverein Velen-Ramsdorf referierte.                   Foto: Irmgard Tappe

Metelen - 

In der Gemeinde gibt es ein Defizit, was deren Vermarktung angeht. Dies ist eines der Ergebnisse aus dem letzten von drei Workshops, die sich in dieser Woche mit der Entwicklung des Ortes beschäftigten. Im Rahmen des DIEK-Prozesses referierte der Vorsitzende des Marketing-Vereins aus Veelen-Ramsdorf, wie sich eine Kommune über einen Marketingverein wirkungsvoll in Szene setzen kann.

Von Irmgard Tappe

„Aufbau eines Netzwerkes für die Zukunftsgestaltung von Metelen – gemeinsam mit Wirtschaft, Vereinen und Bürgerschaft“ lautete der Titel des abschließenden Workshops in der jüngsten Runde zum Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK). Was sich hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt, wurde am Donnerstagabend im Alten Amtshaus ausführlich diskutiert.

Schwerpunkt war die Gründung eines Stadtmarketingvereins. Nach Vorstellung der Initiatoren könnten in diesem Verein Gewerbetreibende, Tourismus, Vereine und die Bürgerschaft an einem Strang ziehen, und an einem zukunftsorientierten Ort arbeiten. „Wir müssen zügig einen Arbeitskreis schaffen, der bereit ist, an diesen Themen zu arbeiten“, stellte Antje Schmies heraus, dass hier angesichts der Auflösung der Werbegemeinschaft Eile geboten ist.

Anregungen bekamen die Anwesenden von Bodo Ehling, Vorsitzender des „GiG- Marketing-Vereins“ aus Veelen Ramsdorf, der sich durch Sponsoren, Mitgliederbeiträge und Erlöse von Verkaufsaktionen finanziert. Die Arbeitskreise „Wirtschaft und Arbeit“, „Handel und Gastronomie“, „Kultur, Freizeit und Tourismus“ sowie eine hauptamtliche Tourismuskraft sind dort aktiv. Für kurzfristige Aktionen könne sich jeder Bürger einbringen, ohne Mitglied zu sein. Um Mitstreiter zu gewinnen, müsse man die Leute natürlich ansprechen. „Freiwillige kommen nicht in Scharen“, meinte Ehling.

Ziel des Vereins sei es, die Stärken der Stadt weiterzuentwickeln sowie die Position des Standortes zu festigen und auszubauen. „Leerstände füllen ist allerdings nicht Aufgabe dieses Vereins. Sie müssten daran arbeiten, Ihren Ort so attraktiv zu machen, dass Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers Lust bekommen, sich dort niederzulassen“, empfahl Ehling. Natürlich lasse sich das nur in kleinen Schritten umsetzen.

„Wichtig ist auch, dass die traditionellen Events erhalten bleiben. Daran sollten Sie zunächst einmal arbeiten und diese eventuell mit noch mehr Leben füllen“, riet Jens Steinhoff, der den DIEK-Prozess in Metelen begleitet. Er hob die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements als Basis eines Stadtmarketingvereins hervor.

Als „Perle des Münsterlandes“ bezeichnete Ingrid Hagen die Vechtegemeinde. Im Rahmen des DIEK-Projektes stellte sie ihre Vision eines Internationalen Gästehauses für Frauen vor, das sie in Metelen errichten möchte (wir berichteten).

Der dringende Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort war ein weiteres Thema, das den Anwesenden unter den Nägeln brannte. „Wir müssen Argumente sammeln, die potenzielle Investoren überzeugen, dass wir der richtige Standort sind“, schlug Bürgermeister Gregor Krabbe vor. Der Radtourismus sei ein wichtiger Faktor für Metelen, meinte Steinhoff. Daneben riet er, bestehende Einrichtungen aufzuwerten. Die bisherigen DIEK-Ergebnisse auswerten und im September der Öffentlichkeit vorstellen ist laut Steinhoff der nächste Schritt im Prozess für das Dorfinnenentwicklungskonzept.



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