Sa., 21.07.2018

Das Camp Malta wird aufgebaut Schwitzen für den Ferienspaß

Der Holzboden ist neu, doch die Zeltkonstruktion noch die alte, und so haben die Malteser das Küchenzelt in Windeseile aufgebaut. In ihm werden in den kommenden zwei Wochen die Mahlzeiten für die Kinder im Camp Malta zubereitet

Der Holzboden ist neu, doch die Zeltkonstruktion noch die alte, und so haben die Malteser das Küchenzelt in Windeseile aufgebaut. In ihm werden in den kommenden zwei Wochen die Mahlzeiten für die Kinder im Camp Malta zubereitet Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Sie bilden ein über Jahre, teils sogar über Jahrzehnte eingespieltes Team, die Malteser, die sich um den Aufbau des Camp Malta kümmern. Auch in diesem Jahr ist vor dem Start des Sommervergnügens der Kinder am Montag viel Muskelkraft von die MHD-Aktiven gefragt. Doch die Routine hilft dabei, dass der Zeltaufbau schnell vorangeht. Dazu trägt sicherlich auch der lockere Umgangston der Helfer bei.

Von Martin Fahlbusch

Arndt Kock war beim Friseur. „Das ist auch wichtig und gut so, dass wenigstens der Chef zu Beginn des Camp Malta ordentlich aussieht“, frotzelt Matthias Oergel an diesem Donnerstagabend in dem kleinen Wäldchen der Metelener Heide an der großen Camp-Wiese. Hier werden sich ab Montag mindestens 120 Kinder für zehn Tage in diesem besonderen Ferienlager tummeln, doch noch herrscht vorbereitende Geschäftigkeit.

Das mit dem Chef hört Arndt Kock gar nicht gerne. „Von wegen, ohne eine engagierte Truppe von Metelener und Rheiner Maltesern und vielen Unterstützern kriegt man so eine Veranstaltung überhaupt nicht gestemmt“, wiegelt er ab und weist auf die laufenden Vorarbeiten hin.

Denn es muss ordentlich gestemmt werden, um beispielsweise das gute alte, aber eben auch in die Jahre gekommene Küchenzelt aufzurichten.

Aber von wegen alt. Die Vorbereitungstruppe hat sich eine neue Unterkonstruktion für den Holzboden einfallen lassen. „Früher wurdest du echt weich, wenn du jede Bohle einzeln mit Holzkeilen und Spucke in die Waage bringen musstest. Mit der neuen, einfachen, aber überzeugenden Unterlattung klappt das viel besser“, freut sich Matthias Oergel.

Doch ohne Muskelkraft, ein paar kräftige Flüche und die üblichen Frotzeleien geht das denn doch nicht. Und so lange Ekrem Akün dabei ist, gibt es immer was zu lachen. „Das ist unser Lieblingstürke, obwohl er natürlich Kurde ist und stets für Spaß sorgt. Dem können, glaube ich, die lieb gemeinten Meckereien sowieso nichts anhaben“, stellt Arndt Kock schnell klar.

In den letzten Tagen haben die vielen Helfer zumeist nach Feierabend schon eine Menge geschafft. Einige Malteserinnen haben – natürlich ohne männliche Hilfe – ein neues Zelt auf der Wiese aufgebaut. Die Jurte steht auch schon, am Toilettenwagen und an der Waschrinne wird eifrig geschraubt.

Lange Anweisungen sind nicht nötig. Jeder weiß, was er machen muss und kann und sieht, wo Unterstützung notwendig ist. Rund 30 Helfer werden für den Programmablauf und die Essensversorgung des Camps zur Verfügung stehen. Seit gut 35 Jahren läuft das Angebot. „Nur zweimal musste es ausfallen: Einmal gab es nicht genügend Anmeldungen – und einmal zu wenige Helfer“, erzählt Arndt Kock. Eigentlich unvorstellbar, wenn man sieht, wie viele hier mithelfen.

„Mit dem Küchenzelt müssen wir uns jetzt aber beeilen. Gleich kommt nämlich Claudia Wessels, die andere Chefin“, treibt Matthias Oergel die Truppe an und weiß, dass auch diese den Titel nicht mag. Ob sie auch beim Friseur war? Schwer zu sagen, sie trägt nämlich ein Piratentuch.



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