Do., 09.08.2018

Dünger ist ein Ladenhüter Rasensprenger als Verkaufsschlager - Ventilatoren sind noch zu haben

Der Rasensprenger ist aktuell der absolute Renner in den Landhandel- und Raiffeisen-Märkten – ist er doch für die Flora genauso gut einsetzbar wie zur Abkühlung von Mensch und Tier.

Der Rasensprenger ist aktuell der absolute Renner in den Landhandel- und Raiffeisen-Märkten – ist er doch für die Flora genauso gut einsetzbar wie zur Abkühlung von Mensch und Tier. Foto: colourbox

Metelen - 

Rasanten Absatz finden in diesen Tagen Rasensprenger. „Die entwickeln sich zum Verkaufsschlager“, sagt Johann Feldkamp, zuständig für die Disposition beim Raiffeisen-Markt. Egal, ob in der Dreh- oder der Intervall-Ausführung: „Hauptsache, sie machen nass“, lacht der Mitarbeiter. Der Landmarkt ist übrigens eine der wenigen Verkaufsstellen, die sogar noch Ventilatoren im Angebot haben.  

Von Susanne Menzel

„Der Himmel ist undicht. Er leckt und es tröpfelt.“ Es waren mitunter schon irritierte Blicke, die manche Zeitgenossen am Mittwochmorgen nach oben richteten. Nach dem heißesten Tag des Jahres plötzlich – und vor allem unerwartet – zumindest eine kleine Abkühlung, ein minimales Durchatmen.

Fenster auf und durchlüften war in vielen Häusern angesagt. Wind- statt Ventilatorenzug. So konnten sich gerade letztere von ihrem Dauereinsatz der vergangenen Wochen erholen. „Die Lüfter waren dieses Jahr gefragt wie nie“, bestätigt auch Johann Feldkamp, betraut mit der Disposition beim Raiffeisen-Markt in Steinfurt und somit auch für Metelen zuständig. Landauf, landab seien diese Utensilien fast überall ausverkauft – bei der Raiffeisen allerdings sind noch welche zu haben. „Zumindest einige wenige sind bei uns noch vorrätig“, schmunzelt Feldkamp.

Fotostrecke: Gewinner und Verlierer der Hitzewelle

Was seiner Aussage nach allerdings aktuell ebenfalls rasanten Absatz findet, seien Rasensprenger. „Die gehen in allen Varianten“, so der Disponent. Ob Dreh- oder Intervall-Ausführung, beim Kunden zähle nur noch die Maxime „Hauptsache nass“. Ob für den Rasen, die Blumenbeete oder als Abkühlung für den Nachwuchs: Die Einsatzmöglichkeiten werden im Grunde alle ausgetestet.

„Natürlich sind auch die kleineren Planschbecken, die wir im Bestand hatten, gut gefragt“, freut sich der Raiffeisen-Mitarbeiter. Zum Ladenhüter dagegen haben sich laut Johann Feldkamp Düngemittel entwickelt: „Wo nichts mehr ist, da muss man auch nicht mehr nachhelfen.“

Verstärkte Nachfrage nach Rasensamen für die vertrockneten Hälmchen, die fast allerorts nur noch kümmerlich aus dem Boden ragen, hat er dagegen nicht ausmachen können. „Ich glaube auch, dass sich die meisten Altrasenflächen im Herbst von selbst erholen werden“, so der Fachmann.

Fotostrecke: Zahlen und Fakten zum Sommer der Extreme

Verstärkt würden die Kunden aber grundsätzlich „derzeit alles zum Thema Wetter und Trockenheit wissen wollen. Auch unsere Ackerbauberater sind stark frequentiert. Der überwiegende Teil vom Mais ähnelt ja inzwischen eher Tabakpflanzen.“

Aufatmen können trotz der lang anhaltenden Trockenheit derzeit noch die hiesigen Angler. Daniel Meschter vom Angelverein Metelen: „Wir haben keine Probleme hinsichtlich eines Fischsterbens oder ausgetrockneter Teiche. Wir betreiben aber auch keine eigene Zucht, deshalb kommen wir noch gut weg.“



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5962674?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F