So., 12.08.2018

Experimentelles Ferienspaßprogramm in der Bücherei Ein Vulkan spuckt lila

Zum großen Forscherlabor wurde im Ferienspaßprogramm der Gemeinde Metelen die Katholische Öffentliche Bücherei mit bestens vorbereiteten Helferinnen und experimentierfreudigen Kindern.

Zum großen Forscherlabor wurde im Ferienspaßprogramm der Gemeinde Metelen die Katholische Öffentliche Bücherei mit bestens vorbereiteten Helferinnen und experimentierfreudigen Kindern. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

In Metelens Katholischer Bücherei fanden anlässlich des Ferienspaßprogramms jetzt viele spannende Experimente statt. Die Kinder rührten unter fachkundiger Anleitung Flüssigkeiten zusammen, bauten Brücken aus Papier und schrieben Briefe mit Geheimtinte.

Von Martin Fahlbusch

Sensation in Metelens Katholisch-Öffentlicher Bücherei entdeckt: Lila Lava speiender Vulkan sorgt für Aufregung beim Ferienspaßprogramm. Was sich hier wie ein echter Knaller anhört, war nur eine von ganz vielen Überraschungen, die sich die Mitarbeiterinnen der Bücherei Alina Kleimann, Evelyn Beck, Alexandra Schaten, Konni Feldhues und Elke Meiring für einen unterhaltenden Donnerstagnachmittag zwischen ganz vielen Büchern, Spielen und Hörbüchern

ausgedacht hatten.

Tragende Rolle

„Es ist auch eine gute Gelegenheit, für den Nachwuchs unser Angebot an Büchern, Hörbüchern und anderen Medien kennenzulernen. Zwischen den Experimenten ist Zeit genug“, betonte Evelyn Beck. Die musste dann aber als Brückenbauerin ran. Wie es sich für eine gute Büchereimitarbeiterin gehört, spielte dabei Papier eine ganz wichtige, sagen wir besser tragende Rolle. „Es kommt manchmal auf den Kniff, die Falttechnik und die Gesamtkonstruktion an, um zu zeigen, was man mit Papier so alles tragfähig machen kann“, weckte sie die Neugier der jungen Forscher. Apropos Jungen und Mädchen: Die mussten erst einmal dafür sorgen, dass Mama und Papa Platz für mehr Bewegungsfreiheit in der Bücherei machten. Also wurden die nach Hause geschickt und durften später wiederkommen.

Fotostrecke: Experimente beim Ferienspaßprogramm

Alle anderen standen dicht gedrängt, und immer noch kamen Nachzügler, die sich von der geheimnisvollen Einladung hatten anlocken lassen. Alina Kleimann hatte interessanterweise Rotkohlsaft, Essig, Natron und Wasser mitgebracht. Mit kleinen Pipetten füllte eine kleine Laborgemeinschaft vorsichtig den Rotkohlsaft in drei Gläser um, in denen neben klarem Wasser auch Essig und Na­tron eingerührt waren. Kaum senkten sich die ersten Rotkohlsafttropfen ins Glas, verfärbte sich das Wasser auf wundersame Weise von rotorange über blaugrün bis hin zu rotkohlrot.

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Es kommt manchmal auf den Kniff, die Falttechnik und die Gesamtkonstruktion an.

Evelyn Beck

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Farbe spielte auch in der ersten Etage bei Elke Meiring eine Rolle. Die hatte ein paar Kaffee-Filtertüten aus ihrer heimischen Küche stibitzt. Wenn die Kinder vorsichtig auf das Filterpapier mit Filzstiften kleine Punkte setzten und dann kleine Wassertropfen darauf regnen ließen, entstand mehrfarbige moderne Kunst – fast von ganz alleine.

Geheimschrift

Die Sache mit der Geheimschrift, die an diesem Tisch auch noch aus-probiert wurde, können wir hier nicht verraten – sonst wäre sie ja nicht mehr geheim. Nur so viel: Zitronen-saft, Streichhölzer und eine Kerze spielen wichtige Entschlüsselungsrollen.

Wie aus fluoreszierendem Knetgummi, einem richtigen Backofen und weißem Nähgarn ein Schraubglasinhalt gebastelt wird, der im Dunkeln wie Glühwürmchen leuchtet, das erfuhren die Kinder auch. Und dann war da ja noch die Sache mit dem Lila-Lava-Vulkan – und der entstand so: Man nehme ein Wasserglas, klebe es mit geschickt gewundenem Tesafilm auf einen Frühstücksteller, drapiere mit Alu-Papier daraus einen Krater, lasse oben eine Öffnung, damit man Backpulver, Lebensmittelfarbe, Essig und etwas Spülmittel hineintröpfeln lassen kann. Und dann gieße man mehrere ordentliche Schlucke Metelener Gemeindewasser dazu. Und siehe da, der kleine Vesuv spuckt blubbernde Lava aus. Da alles auf einem Backblech angeordnet worden war, litten die Bücher überhaupt keinen Schaden, sondern man konnte darin weiter ausgiebig schmökern.



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