Di., 14.08.2018

Eingewöhnungsphase in der Kita St. Marien Erste Trennung gut meistern

Um im Kindergarten gut anzukommen, ist eine vertrauensvolle Eingewöhnung sehr wichtig.

Um im Kindergarten gut anzukommen, ist eine vertrauensvolle Eingewöhnung sehr wichtig. Foto: colourbox.com

Metelen - 

Die ersten Tage im Kindergarten sind nicht immer einfach. In der Kita St. Marien bleiben enge Bezugspersonen zu Beginn immer in der Nähe, um so die Eingewöhnung zu erleichtern. Im Gegenzug ist es so auch für die Eltern leichter, ihr Kind abzugeben, wenn sie sehen, das es sich in der neuen Umgebung wohlfühlt.

Von Marion Fenner  

Für kleine Kinder und junge Eltern ist es ein großer Schritt: die Eingewöhnung in den Kindergarten. Die erste Trennung im Leben muss gut vorbereitet sein, damit beide Seiten damit gut leben können.“ Einfach ist das nicht“, weiß Karin Krechting, Leiterin der Kindertageseinrichtung St. Marien. Das gelte für Eltern und Kinder gleichermaßen. Seit der vergangenen Woche kommen die neuen Kinder in die Kita St. Marien. Zu Anfang mit ihrer engsten Bezugsperson, meistens ist das die Mutter.

Unauffällig zurückziehen

Alles ist fremd für die Kleinen: Erzieher, andere Kinder und viele tolle Spielsachen. All das mus erst einmal verarbeitet werden. „Wir gliedern die Kinder nach dem sogenannte Berliner Modell ein“, erklärt Karin Krechting. Das bedeute, dass zu Beginn die Bezugspersonen ebenfalls vor Ort bleiben und sich allmählich eher unauffällig immer etwas länger zurückziehen. „Wie gut das klappt, ist individuell unterschiedlich. Einige Kinder finden sich sofort zurecht, andere brauchen länger die vertraute Person an ihrer Seite – oder zumindest in Rufbereitschaft“, erklärt Krechting.

Annette Robert, Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Diakonischen Werks des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, hatte die jungen Mütter am Dienstag zu einem Elterncafé eingeladen, um Fragen rund um die Eingewöhnung, aber auch zu allgemeinen Erziehungsfragen zu beantworten. „Es ist auch für die Eltern schwierig, ihre Kinder abzugeben und loszulassen“, weiß Annette Robert aus Erfahrung. „Und das darf es auch sein“, betont die Sozialpädagogin.

Gut angekommen

Ein wichtiger Baustein ist das Vertrauen, sein Kind in guten Hände zu wissen. Deshalb sei es auch gewollt, dass die Eltern in der ersten Zeit beobachten können, wie sich ihr Kind im Kindergarten einlebt. Einige der neuen Mädchen und Jungen in der Kita St. Marien waren zuvor bei Tagesmüttern untergebracht und kannten Zeit ohne ihre Eltern schon. Dennoch sei die Eingewöhnung in eine Kindergartengruppe noch einmal etwas völlig Neues, ist Annette Robert überzeugt. „Bereits am zweiten Tag hat meine Tochter schon nur noch von ihrer Erzieherin geredet“, berichtet eine Mutter. „Da wusste ich, sie ist schon gut angekommen.“



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