Do., 23.08.2018

Bauarbeiten am Bahnübergang auf der Kreisstraße 73 Geradeaus über die Schienen

Pedalritter mussten sich den Bahnübergang zwischen Metelen und Langenhorst lange Zeit mit den Autofahrern teilen, jetzt erfolgt der Lückenschluss des Radweges.

Pedalritter mussten sich den Bahnübergang zwischen Metelen und Langenhorst lange Zeit mit den Autofahrern teilen, jetzt erfolgt der Lückenschluss des Radweges. Foto: Heidrun Riese

Metelen - 

Am Bahnübergang zwischen Metelen und Langenhorst tut sich etwas. Eine neue Lichtsignal- und Halbschrankenanlage wird installiert. Im selben Zug wird die Fahrbahn begradigt und auf dem Radweg erfolgt der Lückenschluss. Drei bis vier Monate sollen die Arbeiten dauern.

Von Heidrun Riese

Wer mit dem Drahtesel von Metelen nach Langenhorst unterwegs ist, muss am Bahnübergang derzeit noch einen Schlenker über die Fahrbahn machen, die auch von Autos genutzt wird. Aber das ändert sich bald. Vor einigen Tagen haben die Bauarbeiten begonnen. Dabei erfolgt nicht nur der Lückenschluss des Radwegs. Es handelt sich um eine Rundum-Maßnahme, bei der unter anderem eine neue Lichtsignal- und Halbschrankenanlage installiert und die Straße ein wenig begradigt wird. Damit erledigt sich dann ein Ärgernis, das vielen Bürgern der Vechtegemeinde über mehrere Jahre hinweg schwer im Magen gelegen hat.

Lückenschluss erfolgt

Aber erstmal zum Radweg: „Der war bisher unterbrochen, weil er in den vorhandenen Bahnübergang nicht eingepasst werden konnte“, erklärt Stephan Selker, Leiter des Straßenbauamtes des Kreises Steinfurt, auf Anfrage dieser Zeitung. Das hänge mit der vorhandenen Lichtsignalanlage und deren Betrieb zusammen. „Das hat technische Hintergründe“, erklärt der Verwaltungsmitarbeiter und verweist auf das hohe Sicherheitsniveau der Deutschen Bahn. „Wir hätten den Bahnübergang nicht einfach so verbreitern dürfen.“ Das ist nun möglich, weil im selben Zug eine neue Lichtsignal- und Halbschrankenanlage montiert wird. Hierfür werden zunächst Kabelschächte, Leitungskanäle sowie die Fundamente gelegt.

Aufgrund ihres unsteten Kurvenverlaufs wird außerdem die Fahrbahn angepasst und auf beiden Seiten der Schranken jeweils auf einer Länge etwa 30 bis 40 Metern begradigt. „Außerdem lassen wir sogenannte Strail-Platten in den Bahnübergang einbauen“, informiert Selker. Die sollen das bekannte Ruckeln beim Überqueren der Schienen dämpfen. „Das ist dann etwas glatter und ebenerdiger.“

Wirtschaftsweg verlagert

Die ganze Maßnahme fasst der Leiter des Straßenbauamtes folgendermaßen zusammen: „Der Bahnübergang wird nach einschlägigen Standards ausgebaut und gesichert.“ Das dauert nach seinen Angaben drei bis vier Monate und kostet voraussichtlich etwa 480 000 Euro. Darin enthalten ist auch die Verlegung eines Wirtschaftsweges, der bislang direkt am Bahnübergang entlang führte. „Sonst hätten wir die unglückliche Situation gehabt, dass der Landwirt, wenn er aus seinem Wirtschaftsweg auf die Kreisstraße abbiegen möchte, das Lichtsignal blockieren würde und es selbst auch schlecht einsehen könnte“, erläutert Selker die Schwierigkeit. „Deshalb liegt dieser jetzt auf der anderen Seite des Ackers.“ Sicherheit geht eben vor.



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