Di., 11.09.2018

Sommerfest bringt die Menschen zusammen Caritas-Wetter für gelebte Inklusion

Auch die Metelener Line-Dancer bereicherten mit ihm Auftritt das Programm während des gemeinsamen Sommerfestes des Sophien- und Ida-Hauses.

Auch die Metelener Line-Dancer bereicherten mit ihm Auftritt das Programm während des gemeinsamen Sommerfestes des Sophien- und Ida-Hauses. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Über strahlenden Sonnenschein freuten sich die Bewohner des St.-Sophienhauses und des St.-Ida-Hauses bei ihrem gemeinsamen Sommerfest im Sinnesgarten. Dazu hatten sie sich Gäste

Von Dorothee Zimmer

Der Caritasverband betreibt in der Gemeinde nicht nur das St.-Sophienhaus und das St.-Ida-Haus, er verfügt wohl auch über Gestaltungsmöglichkeiten bei der Witterung. Sagt jedenfalls Petra Brauckmann, natürlich augenzwinkernd. „Wir haben heute wieder mal Caritas-Wetter“, freut sich die Ida-Haus-Einrichtungsleiterin am Sonntag auf dem Sommerfest, das die beiden Häuser, eines für Menschen mit Behinderungen und eines für Senioren, gemeinsam am Standort des Sophienhauses feiern.

Fotostrecke: Sommerfest im Sinnesgarten

Die Sonne scheint nonstop auf das Fest, das mit der Familienmesse unter freiem Himmel beginnt, die Besucher anschließend bis zum späten Nachmittag mit einem bunten Programm unterhält und bei dem darüber hinaus Kaffee, Kuchen, Getränke und Gegrilltes angeboten werden. Das Miteinander von jüngeren und älteren Menschen, von solchen mit und ohne Behinderungen, von Bewohnern der Einrichtungen und Bürgern aus dem Ort hat Thomas Berning bereits bei der Messfeier als schönes Ereignis empfunden. „Für mich ist das gelebte Inklusion“, ist der Leiter des Sophienhauses glücklich über derlei Erfahrungen. Und er fügt hinzu: „Das sind Momente, die den Berufsalltag vergessen lassen. Und es sind welche, die zeigen, was unsere Arbeit ausmacht.“

Auch Brauckmann schätzt dieses „gemeinsame Erleben“, in dessen Rahmen die Sommerfest-Besucher unter anderem die Auftritte des Gronauer Frauenchores „Klangvoll“, der Metelener Line-Dancer, der Hundesportgruppe „Pfotenhügel“ und der Sophienhaus-Musikgruppe aufmerksam verfolgen. Aus dem künstlerischen Bereich liefern beide Häuser jeweils einen eigenen Beitrag: Es gibt eine Ausstellung mit Bildern von Willy Kleymann, Bewohner des Sophienhauses, und eine weitere mit Bildern von Ida-Haus-Bewohnerin Elisabeth Feldhues.

Sowohl Brauckmann als auch Berning loben besonders das Engagement örtlicher Vereine beim Sommerfest, denn deren Einsatz – zum Beispiel beim Grillen, Kuchen- und Getränkeverkauf sowie als Stände mit kleinen Spielmöglichkeiten – mache die Organisation einfacher und das Angebot vielfältiger. Ebenso sind beide für die Kuchenspenden der Bevölkerung dankbar.

Der Himmel ist an diesem Tage farblich fast nur blau, aber was er auf rein menschlicher Ebene möglicherweise sein kann, ist auf einer ausgestellten Collage aus Pappe nachzulesen. Wer Geborgenheit erfährt, Friede, Trost, Verzeihung, Liebe oder Gemeinschaft, der ist – nach freier Interpretation – dem Himmel vielleicht ein Stück näher gekommen. Näher gekommen sind sich auf jeden Fall alle Teilnehmer, die bis zum Schluss geblieben sind. Sie rücken auf Stühlen zusammen und singen gemeinsam mit der Musikgruppe des Sophienhauses und der Akkordeonbegleitung von Petra Ewering.



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