Mo., 17.09.2018

Landvolk feierte Erntedank Viel Arbeit in den Kranz investiert

Das Zelt am Feuerwehrgerätehaus, das für das Oktoberfest aufgebaut worden war, nutzte das Landvolk, um nach einem einleitenden Gottesdienst Erntedank zu feiern.

Das Zelt am Feuerwehrgerätehaus, das für das Oktoberfest aufgebaut worden war, nutzte das Landvolk, um nach einem einleitenden Gottesdienst Erntedank zu feiern. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Der Sommer mit seiner langen Dürreperiode hat etlichen Landwirten zugesetzt. Kein Grund allerdings für das Metelener

Von Dorothee Zimmer

Den Grundstock für den Erlös des Erntekranzes, den die Landjugend gebunden hatte, legte Stefan Homann. Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins (LOV) sponserte fünf Euro und eröffnete damit die Versteigerung des kreisrunden, beige-braunen Gebildes auf dem gemeinsamen Erntedankfest der Landjugend, der Landfrauen und der Landmänner am Sonntagnachmittag im Festzelt neben der Feuerwehr.

Vorausgegangen war eine von der Landjugend mitgestaltete Erntedankmesse und eine mit viel leckerem Kuchen bestückte Kaffeetafel, die auf großen Zuspruch und viel Lob stieß.

Bis zum Betrag von 99 Euro überboten sich die Kranz-Interessenten unter den zahlreichen Besuchern jeweils um einen Euro, bis Hendrik Spitthoff auf 100 Euro erhöhte und niemand mehr an dieser glatten Zahl rütteln mochte. Der 20-Jährige bekam – zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten – den Zuschlag für das Schmuckstück, an dessen Fertigstellung er selbst mitgewirkt hatte. „Er weiß, wie viel Arbeit darin steckt“, schmunzelten Bernd Focke und Lukas Weßling, die sich ihrerseits bis zum Schluss am Wettbewerb beteiligten. Die drei Mitglieder der Landjugend und etwa 20 weitere hatten ihn bei der Familie Schultealbert aus Hafer, Weizen, Triticale und Roggen in Form gebracht. „Da haben wir einen ganzen Abend dran gesessen.“

Von einer anderen Pflanze war während der Messe die Rede. Pastor Thomas Stapper erzählte die Geschichte einer kleinen Sonnenblume, die zwischen Müll wuchs und die einzige ihrer Art weit und breit war. Sie war oft traurig und träumte von einer schöneren Umgebung. Irgendwann schloss sie Freundschaft mit einem kleinen Spatz und sie blühte auf, im wahrsten Sinne des Wortes. Eines Tages lag der Vogel mit ausgestreckten Flügeln am Boden, er hatte in der kargen Gegend kein Futter gefunden. Die Sonnenblume gab ihm ihre Kerne, der Spatz erholte sich, die Blume aber wurde kraftlos, ihr Leben neigte sich dem Ende zu, dennoch verblühte sie ohne Groll. Der Spatz hatte ihr Leben bereichert und dafür war sie ihm dankbar. Stapper ermunterte am Beispiel der Sonnenblume, aus dem zugedachten Platz im Leben das Beste zu machen: „Da, wo Gott uns hingestellt hat, da sollen wir wachsen.“

Ebenfalls im Rahmen der Messe nannten Stapper und Mitglieder der Landjugend zahlreiche Gründe, dankbar sein zu können. Nicht nur für das, was die Natur den Menschen schenke, sondern auch für ein Lächeln im Vorübergehen, für Verständnis, für eine rettende Idee. „Danken und teilen macht das Leben reich. Wer so handelt, ist zufrieden und innerlich erfüllt.“

Musikalisch begleitete das Blasorchester (BOM) den Gottesdienst. Den Erlös des Festes wird der LOV wie bereits seit vielen Jahren, an Pater Hermano übergeben, der zurzeit auf Heimaturlaub ist, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht selbst teilnehmen konnte.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6059844?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F