Fr., 21.09.2018

Sanierung der Dankeskirche Bauarbeiter rücken im Oktober an

Die Trennwand innerhalb des Kirchenschiffes der Dankeskirche wird im Rahmen der Umbauarbeiten abgerissen. Drei Türen erlaubten bisher den Blick vom abgetrennten Vorraum auf den Altar. Künftig wird der Innenraum des Gotteshauses luftiger erscheinen, die Orgel bekommt einen neuen Platz.

Die Trennwand innerhalb des Kirchenschiffes der Dankeskirche wird im Rahmen der Umbauarbeiten abgerissen. Drei Türen erlaubten bisher den Blick vom abgetrennten Vorraum auf den Altar. Künftig wird der Innenraum des Gotteshauses luftiger erscheinen, die Orgel bekommt einen neuen Platz. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Nachdem das Gemeindehaus in Ochtrup saniert worden war, ist jetzt die Dankeskirche an der Reihe. Anfang Oktober starten die Arbeiten, die sich bis ins Frühjahr hineinziehen werden und auch das Gemeindehaus Metelen mit einbeziehen. Die Gottesdienste finden während der Umbauphase – unter anderem wird die Zwischenwand im Kirchraum abgerissen – im Saal des benachbarten Gemeindehauses statt.

Von Dieter Huge sive Huwe

Sie ist schon sehr in die Jahre gekommen, die evangelische Dankeskirche an der Heeker Straße. 1953 wurde sie gebaut, mehrheitlich von geflüchteten Menschen aus den ehemaligen Ostgebieten des Reiches, die in Metelen nach ihrer Vertreibung eine neue Heimat gefunden hatten. Das Gotteshaus der Protestanten im Ort hat sich seit dieser Zeit in seiner Grundsubstanz nicht verändert. Doch mit 65 Jahren ist noch lange nicht Schluss.

„Wir wollen und werden die Kirche in Metelen halten, so lange es möglich ist“, gibt Pfarrerin Imke Philipps ein klares Bekenntnis zu dem Gotteshaus in der Vechtegemeinde ab. Und dies unterstreicht die Kirchengemeinde Ochtrup/Metelen durch eine nicht unerhebliche Investition von rund 200 000 Euro in die Dankeskirche.

Finanziert wird die Sanierung des Gebäudes vor allem mit den Mitteln aus dem Erbe der verstorbenen Ehrentraud Kroll. „Das wäre sonst nicht möglich gewesen“, zeigt sich die Pfarrerin dankbar für die Unterstützung als letzter Wille der Verstorbenen.

„Wichtig war die Einbindung der Gemeinde in die Planung“, blickt Philipps unter anderem auf eine Gemeindeversammlung im Januar 2017 zurück, in der das Gotteshaus im Mittelpunkt stand: „Es ging dabei darum, alle einzubeziehen, die was dazu sagen wollen.“ Weitere Planungsrunden, unter anderm im Presbyterium schlossen sich an. Schließlich wurde mit dem Ochtruper Ingenieurbüro Schmiegel & Denne die Umbau- und Sanierungsplan erarbeitet.

Der Innenraum der Dankeskirche wird sich nach seiner Umgestaltung wesentlich luftiger darstellen, als er heute ist. Wesentliches Element der Sanierung ist der Abriss der Trennwand. Bisher hatten die Gläubigen nur durch drei Verbindungstüren Sicht auf den Altarraum.

Fast schon zwingend ist deshalb auch ein Standortwechsel der Orgel. Sie soll künftig im hinteren Bereich der Kirche aufgestellt werden, gleich hinter der Eingangstür.

Der Abbau der Orgel ist denn auch die erste Maßnahme, bevor die Bauarbeiter im Gotteshaus anrücken. Anfang Oktober kommt ein Orgelbauer und mottet das Instrument für die Zeit des Umbaus ein. Dieser wird sich wohl bis in das nächste Jahr hinein ziehen.

„Die Arbeiten im Kirchenraum selber sind zwar ausschließlich im Gebäudeinneren, aber dennoch sind wir vorsichtig bei der Terminplanung“, sagt Imke Philipps. Der Gottesdienst am Heiligabend ist deshalb vorsichtshalber wegen des großen Gottesdienstbesuchs in die Ochtruper Kirche verlegt worden. „Das galt es rechtzeitig zu entscheiden“, sagt die Pfarrerin und erklärt, dass die üblichen Gottesdienste während der Umbauphase im benachbarten Gemeindehaus an der Dankeskirche stattfinden.

Auch dieses Gebäude ist in die Jahre gekommen und mit seinen dunklen Deckenverkleidungen und dem engen Eingangsbereich nicht mehr zeitgemäß. Nach den Umbauarbeiten in der Kirche selber stehen deshalb auch Arbeiten im Gemeindehaus an. „Vor allem die Sanitäranlagen müssen dringend überholt werden“, erläutert Philipps. Marode sind auch die Abwasserrohre. Diese sollen ausgetauscht und wartungsfreundlicher verlegt werden.

Doch das ist erst Schritt zwei. Hauptaugenmerk liegt jetzt auf dem Kirchraum, der unter anderem eine neue Heizung bekommen soll. Verabschieden müssen sich Gläubige, die es gern muckelig warm hatten, von der „Sitzheizung“ unter den Kirchenbänken. Diese werden übrigens überarbeitet und eingekürzt, da die neue Heizung an der Wand installiert werden soll.

Ergänzt wird der Umbau auch durch innenarchitektonische Elemente wie eine moderne Beleuchtung. Die vorhandenen Kronleuchter etwa verhinderten seit Einweihung der Kirche vor 65 Jahren den Blick durch den Gang auf das große Kruzifix an der Altarwand der Kirche. Dieses markante Element der Dankeskirche wird bleiben – anders als die Kanzel und das Taufbecken, für das Imke Philipps nach Ersatz sucht. „Ich hoffe hier auf die Landeskirche, die uns vielleicht aus einer der Kirchen, die entwidmet werden, Ersatz zu Verfügung stellt.“



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