Sa., 06.10.2018

Running-Dinner-Nachfolger: Mitmachmahl hatte Premiere Gaumenkitzel nur für Frauen

Wohl bekomm´s: Elisabeth Hillmann-Zutelgte schenkte Wein ein, bevor es ans Büfett ging, auf dem die unterschiedlichsten Speisen, welche die Frauen selber zubereitet hatten, auf die Teilnehmerinnen des Mitmachmahls warteten.

Wohl bekomm´s: Elisabeth Hillmann-Zutelgte schenkte Wein ein, bevor es ans Büfett ging, auf dem die unterschiedlichsten Speisen, welche die Frauen selber zubereitet hatten, auf die Teilnehmerinnen des Mitmachmahls warteten. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Das „Running Dinner“ ist Vergangenheit, es lebe das „Mitmachmahl“! Frauen aus der Kirchengemeinde beschritten jetzt neue Wege, um gemeinsam einen kulinarischen Abend auf die Beine zu stellen, zu dem alle Teilnehmerinnen etwas beitrugen. In der Oase warte ein Büfett mit selbst zubereiteten Speisen auf die Runde, in der sich aber – im Unterschied zum Running Dinner – diesmal nur Frauen einfanden.

Von Dorothee Zimmer

Wer jetzt zum Mitmachmahl in die Oase kam, der kann sich gute Chancen auf einen Platz in den Geschichtsbüchern der Kirchengemeinde ausrechnen. Auf diese Möglichkeit spielten zumindest Ruth Bentler und Elisabeth Hillmann-Zutelgte an. Die Pastoralreferentin und das Mitglied des Pfarreirat-Sachausschusses Ehe und Familie – beide sichtlich zu Scherzen aufgelegt – scheuten keinen noch so großen Vergleich, als sie die Besucher offiziell zum Auftakt dieser neuen Aktion begrüßten: „Das ist heute ein historisches Ereignis. Und ihr könnt später mal sagen: ‚Ich war dabei.’“

Ob die Premiere des Running-Dinner-Nachfolgers tatsächlich einmal in die Annalen der Kirche Einzug findet – wer weiß das schon? Die Teilnehmer selbst werden aber gewiss drei Dinge dieser Veranstaltung lange in Erinnerung behalten: das leckere Essen, den guten Wein und die Plauderrunde in netter Gesellschaft, die ausschließlich weiblich besetzt war.

Um diese Tatsache drehte sich eine kurze Unterhaltung. „Komisch, dass nur Frauen da sind“, meinte eine. „Männer haben keine Lust, allein unter Frauen zu sein“, wusste eine andere. Eine dritte pflichtete ihr bei: „Sie kommen in der Regel nur mit, wenn sie sicher sein können, dass auch andere Männer da sind.“ Damit war das Thema auch schon beendet.

Viel ausführlicher widmete sich der Kreis den kleinen Delikatessen auf dem Buffet. „Mmh, das sieht aber lecker aus“, sparten die Gäste angesichts von Gerichten wie beispielsweise Spinat-Quiche, Rindfleischhäppchen mit Joghurtsoße, Pizzaschnecken oder würzig gefüllten Blätterteigtaschen schon vorab nicht mit Lob. Und der anschließende Genuss hielt, was schon das Auge versprochen hatte: Der Gaumen wurde angenehm verwöhnt, zunächst mit einem Hauptgang und zum Abschluss mit einem Dessert. Jede Teilnehmerin hatte zur kulinarischen Auswahl beigetragen, indem sie selbst ein Gericht beisteuerte. Beim Nachtisch kamen auf diese Weise eine Zitronen- und eine Spaghetticreme, ein Beerentraum und ein Münsterländer Nachtisch aus gekrümeltem, mit Rum getränktem Schwarzbrot, Preiselbeeren und einer Sahne-Schmand-Schicht auf den Tisch.

Irgendwann zwischen beiden Gängen bat Hillmann-Zutelgte um kurzes Gehör: „Wir haben gerade festgestellt, dass sich gar nicht alle untereinander kennen. Das müssen wir unbedingt noch ändern.“ Denn wie schon beim Running Dinner soll auch beim Mitmachmahl nicht nur geschlemmt werden, sondern auch der Kontakt untereinander gefördert respektive vertieft werden. Beide Angebote unterscheiden sich im Grunde nicht wesentlich, das Mitmachmahl hat aber den Vorteil, an einem Ort zu bleiben. Ruth Bentler war bei allgemeiner Zustimmung der Ansicht: „Die Idee des Running Dinner war schon gut, sie ist jetzt nur noch einmal perfektioniert worden.“ Und im nächsten Jahr um diese Zeit sind wieder Interessierte eingeladen, beim Mitmachmahl mitzumachen.



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