Di., 06.11.2018

Zusage über 450 000 Euro vom Land und der EU Förderung für den Bauhof in Sicht

Metelens Bauhof ist in die Jahre gekommen und wartet auf seine Sanierung. Für das Konzept der Kommune, das den Bauhof auch unter energetischen Gesichtspunkten auf Vordermann bringen will, gab es jetzt Förderzusagen.

Metelens Bauhof ist in die Jahre gekommen und wartet auf seine Sanierung. Für das Konzept der Kommune, das den Bauhof auch unter energetischen Gesichtspunkten auf Vordermann bringen will, gab es jetzt Förderzusagen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

450000 Euro Fördergelder für die Sanierung des Gemeindebauhofes sind vom Land und der EU nach dem Ende eines Wettbewerbs fest zugesagt worden. Mit dem Geld, zu dem die Kommune einen Eigenanteil beisteuern muss, soll das marode Gebäude nicht nur funktional aufwertet, sondern vor allem unter energetischen Gesichtspunkten modernisiert werden. Die Detailplanung steht als nächstes an.

Von Andreas Joost

Das Land Nordrhein-Westfalen und die EU unterstützen die modellhafte Sanierung und Modernisierung des Baubetriebshofes der Gemeinde Metelen: Fördermittel in Höhe von 450 000 Euro sollen dann nach Metelen fließen, so das Ergebnis des Wettbewerbs „KommunalerKlimaschutz.NRW“, an dem sich auch die Gemeinde Metelen beteiligt hatte. Eine unabhängige Jury hat jetzt die Gewinner-Kommunen des zweiten Wettbewerbs ausgewählt und dabei 13 Projekte benannt.

Die Gemeinde Metelen hat bei der Finanzierung der geplanten Bauhofsanierung einen großen Schritt Richtung Umsetzung gemacht. Die vom Klimaschutzmanagement der Gemeinde Metelen erstellte und Ende Juni in den Wettbewerb „KommunalerKlimaschutz.NRW“ eingereichte Förderprojektskizze wurde vom Land NRW als förderfähig eingestuft.

Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes haben sich besonders über diese positive Nachricht gefreut, da nun endlich die bauliche Situation des Gebäudes und der Außenanlagen verbessert werden. Bereits im Jahr 2016 war ein Antrag zur Förderung des Projektes „Energieautarker Baubetriebshof“ bei einem Förderaufruf des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eingereicht worden.

Der damalige Antrag ist aber nicht berücksichtigt worden. Daher sei man umso glücklicher, dass nun Bewegung in das Projekt „Energieautarker Baubetriebshof“ kommt, erläutert Fachbereichsleiter Stefan Weßling.

Bürgermeister Krabbe: „Wir haben nun nicht nur die Möglichkeit, unseren Bauhof zu sanieren, sondern auch die Chance, ein Modellprojekt in Metelen umsetzen, welches über die Gemeindegrenzen hinaus in der Region Anerkennung finden kann.“

Im Mittelpunkt der angedachten Sanierung steht die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien. Für die klimaschonende Energieversorgung des Baubetriebshofes will die Gemeinde Metelen in Zukunft den Heckenschnitt nutzen, um eine Holzhackschnitzelanlage zu befeuern. Der Strom, mit dem die Mobilität und das Arbeiten sichergestellt werden soll, wird aus einer auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage gewonnen.

Im Zusammenspiel mit einem Energiespeicher soll dieser Strom noch effizienter eingesetzt werden. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen wird die Außenhülle des Baubetriebshofes energetisch ertüchtigt.

„Um die in Aussicht gestellten Fördermittel auch abrufen zu können, gibt es noch eine Menge für uns zu tun“, weiß Klimaschutzmanager Simon Möser.

Weitere Gewinner des Wettbewerbs sind etwa die Städte Düsseldorf und Bochum, die jeweils zehn Millionen Euro Fördergelder für ihre Projekte in Aussicht gestellt bekommen.

Für die Umsetzung der Projekte der 17 Gewinnerkommunen des zweiten Projektaufrufs stehen insgesamt rund 60 Millionen Euro aus Landesmitteln und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Verfügung. Hinzu kommt der Eigenanteil der Kommunen.



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