Dr. Schmitter erinnert an europäisches Einigungsprojekt
Symbolische Geste auf dem kleinen Balkon

Metelen -

Dr. Jürgen Schmitter stand am Samstag im Nieselregen. Für eine interessante Sache hatte er sich auf seinen kleinen, wie er sagte „mickrigen“, Balkon gewagt. Es ging ihm um eine politische, wenn auch eher symbolische Geste.

Montag, 12.11.2018, 06:00 Uhr
Dr. Jürgen Schmitter als Rufer auf dem Balkon.
Dr. Jürgen Schmitter als Rufer auf dem Balkon. Foto: Martin Fahlbusch

Durch einen Newsletter des Jüdischen Museums in Hohenems in Österreich hatte er von einer Aktion der deutschen Publizistin Ulrike Guérot und des österreichischen Schriftstellers Robert Menasse erfahren, das sich das „european balcony project“ nennt. Dr. Jürgen Schmitter trat also Punkt 16 Uhr auf den Balkon seines Hauses an der Neustraße und skandierte: „Es lebe die europäische Republik!“ und verlas Passagen aus dem Manifest der Initiatoren, in dem es unter anderem heißt: „Heute am 10. November, 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, der auf Jahrzehnte die europäische Zivilisation zerstört hat, gedenken wir nicht nur der Geschichte, sondern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand. Es ist Zeit das Versprechen Europas (also der Bürger und nicht irgendwelcher unterschiedlicher Staatsformen) zu verwirklichen und sich an die Gründungsidee des europäischen Einigungsprojektes zu erinnern.“

Ganz allein waren Dr. Jürgen Schmitter und seine Frau Brigitte Schmitter-Wallenhorst dann doch nicht. Wie zufällig standen da nämlich Anne Rottmann und ihr Mann Jürgen Romahn, um später mit dem Balkonrufer und seiner Frau bei Tee, Wasser und Kaffee am Wohnzimmertisch über die notwendigerweise gleichen Rechte aller Europäer nachzudenken.

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