Spieleabend für Erwachsene in der Bücherei
Wenn die Erdbeere gegurgelt wird

Metelen -

Man kann wohl sagen, dass das Wort „Erdbeere“ kein schweres ist. Wer Erdbeere sagt, der wird in der Regel auch verstanden. Anders verhält es sich, wenn der Begriff beim Gesellschaftsspiel „Ein Nilpferd kommt selten allein“ fällt.

Montag, 12.11.2018, 06:00 Uhr
So manch ein Spiel endete mit großem Gelächter. Viele Erwachsene nutzten die Chance, in der Bücherei neue Angebote auszuprobieren. Dabei verging am Freitagabend die ein oder andere unterhaltsame Stunde.
So manch ein Spiel endete mit großem Gelächter. Viele Erwachsene nutzten die Chance, in der Bücherei neue Angebote auszuprobieren. Dabei verging am Freitagabend die ein oder andere unterhaltsame Stunde. Foto: Dorothee Zimmer

Eine der vielen Anweisungen lautet, „Erdbeere“ mit dem Kopf im Nacken und einem Schluck Wasser im Hals so auszusprechen, dass die Mitspieler erraten können, welcher Begriff denn hier gegurgelt wird. Drei Frauen wenden sich am Freitagabend in der Bücherei mit gespitzten Ohren und aufmerksamen Blicken ihrer Mitspielerin Marita Rudde zu, die diese Aufgabe zu meistern hat und sich dabei redlich Mühe gibt. Nach mehreren fehlgeschlagenen Interpretationen fällt schließlich das gesuchte Wort, und die allgemeine Spannung löst sich in heiteres Gelächter auf.

Sowohl im Erdgeschoss als auch im ersten Stock stehen an diesem Abend mehrere Tische, an denen Frauen zwischen 37 und 80 Jahre sitzen und miteinander unterschiedliche Spiele spielen. Die kfd und das Team der Bücherei haben die als Spieleabend titulierte Veranstaltung vorbereitet und öffentlich dazu eingeladen. „Die dunkle Jahreszeit eignet sich besonders gut zum gemeinsamen Spielen“, meint Ulla Langehaneberg. Die kfd-Sprecherin unternimmt mit Konni Feldhues, Anita Verst und Hildegard Westphal erste Schritte beim Spiel „Azul“, das zum Spiel des Jahres 2018 gekürt und ganz neu angeschafft worden ist. Bevor es richtig losgeht, fällt der Blick noch häufig auf die Spielanleitung. Letztlich aber, ist Bücherei-Teamleiterin Evelyn Beck überzeugt, mache der Unterhaltungswert die kleine Mühe beim Einstieg in dieses Strategie-Spiel auf jeden Fall wett. Eine hohe Meinung hat sie überdies vom Kartenspiel „The mind“.

Neben dem Spiel „Lighthouse Run“ liegen die Regeln ebenfalls aufgeschlagen auf dem Tisch, auch hier herrscht noch Erklärungsbedarf. Konzentriert nähern sich die vier Frauen dem Sinn des Spiels, einmal indes schauen sie erstaunt zum Nachbartisch. Dort wirbt Christel Buss gerade mit kräftiger Stimme für den Verein der Teebeutelweitwerfer – es ist wieder eine Aufgabe aus dem Nilpferd-Spiel – und lässt damit die Umgebung amüsiert aufhorchen. Wiederum andere Frauen haben sich zusammengetan und spielen Rummikub und Make and Break. Eingangs sagte Evelyn Beck: „Es kann alles gespielt werden, wozu ihr Lust habt.“ Das spielerische Vergnügen wird durch das Angebot kleiner Knabbereien und verschiedener Getränke passend ergänzt.

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