Fr., 07.12.2018

Der öffentliche Bücherschrank wird bestens angenommen Eine Vitrine voller Literatur

Buchauswahl querbeet.

Buchauswahl querbeet. Foto: Susanne Menzel

Metelen - 

Weder hat er feste Öffnungszeiten noch bietet er einen persönlichen Kundenservice – und dennoch ist der öffentliche Bücherschrank im Herzen des Ortes eine belebte und gern besuchte Anlaufstelle.

Von Susanne Menzel

„Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Angebot so rege angenommen wird“, gibt Hanne Sprey zu, auf deren Initiative diese nur wenige Quadratmeter große Literaturbörse zurückgeht. Vor zwei Jahren wurde der öffentliche Bücherschrank dank Spendenunterstützung realisiert. Seitdem kümmern sich Hanne Sprey und ihre Mitstreiterin Margret Hasken als Patinnen nicht nur um ein ordentliches, sauberes Aussehen der gläsernen Vitrine, sondern sortieren auch immer mal wieder übersichtlich nach. Zweimal im Jahr („Zu Ostern und zu Weihnachten, aber auch zwischendurch bei Bedarf.“) rücken die Frauen mit Eimer und Lappen an, wienern über die Scheiben und putzen die Regale.

Und natürlich ordnen sie regelmäßig den literarischen Inhalt: „Es soll schon ein bisschen akkurat aussehen“, so der Anspruch der Frauen. „Manchmal ändert sich der Inhalt allerdings im Stundentakt. Da ist der Schrank morgens plötzlich leer, wenig später prall gefüllt“, freuen sie sich über den regen Zuspruch.

Abgegeben werden alle Sparten, die die Literatur zu bieten hat: Vom Sach- bis hin zum Kinderbuch, vom Krimi über die Reisedokumentation bis hin zum Liebesschmöker. Konsalik und Simmel sind in dem Schrank Dauergäste, aber auch moderne Autoren finden ihren Platz. „Manche Bücher sind nicht älter als ein Jahr“, wundern sich Hanne Sprey und Margret Hasken oft.

Recht schnell vergriffen sind stets die Exemplare für den Nachwuchs. „Es gibt auch Menschen, die sogar ein Puzzle oder ein Spiel dazustellen. Das sind natürlich ebenfalls begehrte Produkte“, weiß Sprey.

Zum Wegwerfen, das haben nach Erfahrung der Mete­lenerinnen auch die Mitbürger erkannt, seien Bücher einfach zu schade: „Da ist dieses Karussell doch eine gute Alternative“, freuen sie sich. Manchmal sogar eine zu gute: „Es gibt Zeitgenossen, die gleich ihr Interesse für 15 bis 20 Schmöker beim Stöbern entdecken und die sofort mitnehmen. Drei hätten vielleicht auch fürs Erste gereicht. Ganz nach dem Slogan: leihen, lesen – und gerne tauschen oder wieder zurückstellen.



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